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Wdh: Airbus-Aufsichtsratschef hält Wechsel in der Führungsetage für notwendig

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14.12.2017 | 09:07

TOULOUSE (awp international) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus bereitet sich nun auch offiziell auf Veränderungen im Topmanagement vor. "Es werden einige Änderungen notwendig sein, aber es ist noch viel zu früh zu sagen, wann, wie, und wen es betrifft", sagte Aufsichtsratschef Denis Ranque im Interview mit der "Financial Times" (FT/Donnerstag). Es gebe keinen strengen Zeitplan. Man achte auf Stabilität und Kontinuität.

Bei einer Sitzung des Gremiums an diesem Donnerstag soll es Insidern zufolge um Nachfolgeplanungen für Konzernchef Tom Enders und seinen Stellvertreter Fabrice Brégier gehen, dem Chef des Verkehrsflugzeug-Geschäfts. Ranque wollte sich zu der Agenda der Sitzung in der "FT" nicht äussern.

Laut einem Bericht der französischen Zeitung "Le Figaro" könnten am Ende sowohl Enders als auch Brégier das Unternehmen verlassen. Airbus hatte am Dienstagabend von "reinen Spekulationen" gesprochen. Bei Enders soll es dem Bericht zufolge darum gehen, dass er seinen laufenden Vertrag, der im März 2019 endet, nicht verlängert.

Brégier sagte unterdessen in einem Interview, dass es "natürlich" Sache des Aufsichtsrats sei, über die Nachfolgeregelung des Unternehmens zu entscheiden. Er sei glücklich mit seiner jetzigen Aufgabe. Falls ihm aber der Führungsjob angeboten werde - "warum sollte ich dann ablehnen?", sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dies sei aber derzeit nicht die Frage. Da Enders' Vertrag erst 2019 auslaufe, habe man genug Zeit.

Derzeit halten Korruptionsermittlungen in Grossbritannien und Frankreich Airbus in Atem. Erschwerend hinzu kommen immer wieder technische Probleme, zuletzt bei Triebwerken von Mittelstreckenjets. Schon vor einigen Wochen war in Medienberichten über eine Ablösung von Enders spekuliert worden. Die Bundesregierung hatte daraufhin Anfang November mitgeteilt, sie sehe keinen Anlass, über die Zukunft des Airbus-Chefs nachzudenken.

Airbus ist ein Politikum. Deutschland und Frankreich halten jeweils 11,1 Prozent der Anteile an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern, Spanien weitere 4,2 Prozent. Der Deutsche Enders steht seit 2012 an der Spitze des Konzerns, der damals noch EADS hiess. Der Franzose Brégier ist als Chef des wichtigen Verkehrsflugzeug-Geschäfts die Nummer zwei.

Sollte Enders tatsächlich gehen, wäre Bregier ein Kandidat für die Nachfolge. Wenn der Franzose den Topjob jedoch nicht bekomme, so dürfte auch er das Unternehmen verlassen, hatte "Le Figaro" geschrieben. Dies könnte Anfang kommenden Jahres passieren, berichtete die Zeitung "Les Echos" fast zeitgleich./stw/nas/stk

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KGV 2019 16,78
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KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsNeutralAnsteigendAnsteigend
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Anzahl Analysten 25
Mittleres Kursziel 106 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 13%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände
NameTitel
Thomas Enders Chief Executive Officer & Executive Director
Denis Ranque Non-Executive Chairman
Harald Wilhelm Chief Financial Officer
Luc Hennekens Chief Information Officer
Marc Fontaine Chief Technology Officer
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
AIRBUS SE13.46%89 617
LOCKHEED MARTIN CORPORATION9.64%100 607
UNITED TECHNOLOGIES CORPORATION-3.52%98 475
GENERAL DYNAMICS10.58%66 504
RAYTHEON21.03%65 592
NORTHROP GRUMMAN CORPORATION15.97%62 067