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London Stock Exchange : Börsen-Chef unter Druck - "Persönlich sehr getroffen"

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16.02.2017 | 15:39
Kengeter, CEO of Deutsche Boerse talks to the media during the presentation of FinTec start-up facilities provided by Deutsche Boerse in Frankfurt

- von Andreas Kröner und Alexander Hübner

Er zeigte sich am Donnerstag allerdings zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen ihn "nach eingehender Prüfung" als unbegründet erweisen werden. "Die Verdächtigung des Insiderhandels hat mich persönlich sehr getroffen", sagte der 49-Jährige auf der Bilanzpressekonferenz. "Insiderhandel widerspricht allem, wofür ich stehe." Zu der heiß diskutierten Frage, ob der Holdingsitz der fusionierten Mega-Börse nach dem Brexit von London nach Frankfurt verlegt werden sollte, hielt sich der Vorstandsvorsitzende bedeckt.

Kengeter hatte im Dezember 2015, gut zwei Monate vor Bekanntwerden der Fusionsgespräche mit der LSE, für 4,5 Millionen Euro Aktien von Deutschlands größtem Börsenbetreiber gekauft. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt geht davon aus, dass der ehemalige Investmentbanker damals bereits über den LSE-Deal verhandelte, und durchsuchte deshalb Anfang des Monats sein Büro in Eschborn sowie seine Privatwohnung in Frankfurt.

Nach dem Aufsichtsrat stellten sich am Donnerstag auch seine Vorstandskollegen hinter Kengeter. Mehrere Großaktionäre, mit denen die Nachrichtenagentur Reuters in den vergangenen Tagen gesprochen hat, stärken ihm ebenfalls den Rücken. "Bisher handelt es sich lediglich um ein Ermittlungsverfahren", sagte einer von ihnen. "Wir gehen davon aus, dass dabei am Ende nichts herauskommen wird. Aber für die Fusion ist das Ganze natürlich trotzdem denkbar schlecht."

EINE FRAGE, DIE ICH "IM MOMENT NICHT BEANTWORTEN KANN"

Kengeter, der sonst oft jovial auftritt, ist der Druck anzusehen, der auf ihm lastet. Bevor er über die Ermittlungen gegen sich spricht, nimmt der großgewachsene Manager noch mal einen Schluck Wasser. Nach der knapp zweistündigen Veranstaltung verlässt er den Raum umgehend durch einen Seitenausgang.

Die Antworten auf viele Fragen ist er zuvor schuldig geblieben. Würde er bei einer Anklageerhebung als Vorstandschef zurücktreten oder erst bei einer Verurteilung? Wann hat er erstmals mit LSE-Chef Xavier Rolet und der Bundesregierung über die deutsch-britische Börsenhochzeit gesprochen? Und welche Fehler hat er seit seinem Amtsantritt im Sommer 2015 begangen? Bei vielen Journalisten kommen Kengeters ausweichende Antworten nicht gut an, vereinzelt gibt es wütende Zwischenrufe.

Der LSE-Deal muss laut Fusionsvereinbarung spätestens bis Ende Juni eingetütet werden. Ob die EU-Kommission und die hessische Börsenaufsicht bis dahin grünes Licht für die gut 25 Milliarden Euro schwere Verschmelzung geben, ist allerdings höchst ungewiss. Das Land Hessen hat deutlich gemacht, dass die Holdinggesellschaft der Megabörse aus seiner Sicht in Frankfurt angesiedelt werden muss. Ob das rechtlich möglich ist, ließ Kengeter trotz mehrfacher Nachfrage offen. "Das ist eine spekulative Frage, die ich im Moment nicht beantworten kann."

"EIN ZEICHEN FÜR BRÜCKEN STATT MAUERN"

Mitte Januar teilte die hessische Landesregierung Kengeter und Rolet bei einem Spitzentreffen mit, dass sie große Bedenken gegen die Fusion in ihrer aktuellen Ausgestaltung hat. Vielen Deutsche-Börse-Managern ist Finanzkreisen zufolge mittlerweile klar, dass Änderungen an dem Deal nötig sind, um eine Genehmigung aus Wiesbaden zu bekommen. Die LSE hat bisher allerdings keine Signale gegeben, dazu bereit zu sein.

"Wir haben gut zugehört, was die Verantwortlichen in Hessen gesagt haben", erklärte Kengeter. Die Börsenaufsicht in Wiesbaden wolle jedoch erst nach der EU-Kommission entscheiden, die ihr Urteil bis zum 3. April verkünden will. Grundsätzlich wollten die Unternehmen alles tun, um die "regulatorischen Anforderungen im Hinblick auf den Vollzug der Transaktion" zu erfüllen. Einige mit der Fusion vertraute Personen spekulieren, Kengeter könne den Chefposten der Megabörse aufgeben, wenn der Holdingsitz im Gegenzug nach Frankfurt verlagert werde. Kengeter ließ offen, ob er zu einem solchen Deal bereit wäre.

Die Sorgen vieler Frankfurter, der Finanzplatz könnte wegen der Börsenfusion an Bedeutung verlieren, hält der Vorstandschef für unbegründet. "Das größte Risiko für Frankfurt ist, nichts zu tun." Zudem wäre der Zusammenschluss aus seiner Sicht ein Zeichen für ein geeintes Europa - "ein Zeichen für Brücken statt Mauern." Im laufenden Jahr werde die Deutsche Börse 400 neue Stellen schaffen, davon mehr als 300 in Frankfurt. Im vergangenen Jahr baute der Konzern seinen bereinigten Gewinn dank des anziehenden Derivategeschäfts um 14 Prozent auf 811 Millionen Euro aus. Für 2017 erwartet Kengeter erneut einen Gewinnanstieg von zehn bis 15 Prozent.

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