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Oesterr.Volksbanken : Griechisches Sparpaket vor Abschluss

08.02.2012 | 09:46

Der Euro ist am Dienstagnachmittag in Europa auf einen Kurs von 1,3270 (so hoch wie seit Mitte Dezember nicht mehr) angestiegen - hauptverantwortlich dafür waren Händlern zufolge Aussagen aus Regierungskreisen, die auf eine Einigung über weitere harte Einschnitte in Griechenland hindeuteten.

Ein Mitarbeiter der griechischen Regierung hatte erklärt, dass ein schriftlicher Entwurf für die ausverhandelten Punkte noch am Dienstag Spitzenpolitikern zur Unterschrift vorgelegt werden sollte.
Nun scheint es so als hätten die wochenlangen Verhandlungen doch noch zu einer Einigung geführt.
Der griechische Ministerpräsident Papademos will sich heute mit den Chefs der Regierungsparteien treffen und das ausverhandelte Sparpaket absegnen lassen.

Kernpunkte des Sparplans sind dem Vernehmen nach: Einschnitte im privaten Sektor, Kürzungen der Ausgaben für Medikamente und für Rüstung und Verminderung von Zuschüssen für Städte und Gemeinden. Zudem Einsparungen im Bereich des Gesundheitswesens und bei den Beamten.

In den nächsten Jahren 150 000 Beamte entlassen bzw. Stellen nicht nachbesetzt werden.
Papademos, ein parteiloser Finanzexperte, ist also auf eine sehr breite innenpolitische Unterstützung angewiesen.

Der Chef der amerikanischen Notenbank Fed, Ben Bernanke, hat gestern vor dem amerikanischen Haushaltsausschuss die Beibehaltung seiner Niedrigzinspolitik verteidigt. Er sehe trotz der zuletzt positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt, der allerdings nach Ansicht der Fed noch immer weit von einer robusten Verfassung entfernt ist, keinen Grund, die Leitzinsen, die zur Zeit beinahe bei null Prozent liegen, anzuheben. Die Inflation sei niedrig und weiter fallend, die niedrigen Zinsen seien notwendig um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Als beunruhigend bezeichnete Bernankr vor allem das ungewöhnlich hohe Niveau der Langzeitarbeitslosigkeit.

Die Ölpreise sind am Mittwoch im asiatischen Handel gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete 116,33 US-Dollar. Das waren 10 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte um 73 Cent auf 99,14 Dollar. Die insgesamt freundliche Stimmung an den Finanzmärkten stütze auch die Ölpreise, sagten Händler.

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