Der Kurs des Euro geriet am Montag wegen der nach wie vor
unentschiedenen Diskussion um die Sparzwänge die
Griechenland auferlegt werden sollen, etwas unter Druck.
Der Kurs fiel am Vormittag gegenüber dem US Dollar auf ein
Niveau um 1,3030 erholte sich aber im Tagesverlauf leicht
und notierte am Nachmittag zur Eröffnung des New Yorker
Marktes bei 1,3070. Noch am Freitag der Vorwoche lag der
Kurs bei 1,3200 US Dollar.
Weiterhin fehlen die Zustimmungen der griechischen
Regierung zu wichtigen Forderungen der Geldgeber aus EU,
EZB und IWF im Bezug auf Reduzierung des Mindestlohns sowie
Hilfen für den desolaten griechischen Bankensektor, zudem
gibt es bis dato keine Einigung mit privaten
Gläubigern.
Einzig eine Einigung auf einen Sparplan brachten die
griechischen Parteien am Wochenende zustande und so konnte
selbst Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker gestern nicht
umhin und brachte erstmals die Möglichkeit einer
Staatspleite Griechenlands ins Spiel.
Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel betonte, es werde kein
Geld für Griechenland geben, wenn die Forderungen der
"Troika" nicht bedingungslos umgesetzt würden - trotzdem
sei ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone kein
Thema.
Der deutsche EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wies
darauf hin , dass es zu einem Dominoeffekt kommen könnte,
wenn Griechenland die Eurozone verlassen müsste. Sollte die
griechische Wirtschaft zusammenbrechen, würde das auch die
Banken betreffen, diese seien wiederum eng mit
französischen und deutsche Instituten verflochten. Die
Verhandlungen in Griechenland sollen heute fortgesetzt
werden.
Im fernöstlichen Handel am Dienstag stieg der Euro wieder
auf ein Niveau um die 1,3100 US Dollar Marke. Händler
begründeten den leichten Anstieg mit immer noch leicht
vorhandenen Optimismus, dass in der Griechenlandfrage doch
noch eine für alle Parteien akzeptable Lösung gefunden
werde.
Die Ölpreise sind am Dienstag im asiatischen Handel leicht
gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung
im März kostete 115,77 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger
als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel
der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 16 Cent
auf 96,76 Dollar.