Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn belief
sich auf CHF 393 Millionen, gegenüber CHF 1018
Millionen im 3. Quartal. Der Vorsteuergewinn verringerte
sich um CHF 396 Millionen auf CHF 584 Millionen. UBS
verbuchte im 4. Quartal einen Steueraufwand von netto
CHF 189 Millionen, verglichen mit einer
Steuergutschrift von netto CHF 40 Millionen im
Vorquartal. Der Geschäftsaufwand bezifferte sich auf CHF
5383 Millionen, was einem Rückgang von CHF 49 Millionen
(1%) gegenüber dem 3. Quartal entspricht. Löhne und
variable Vergütungen sanken um CHF 317 Millionen (12%),
in erster Linie bedingt durch tiefere Aufwendungen für
variable Vergütungen und niedrigere
Restrukturierungskosten. Per 31. Dezember 2011
beschäftigte UBS 64 820 Mitarbeiter, verglichen mit
65 921 per 30. September 2011. Der im
Quartalsverlauf um 1101 Mitarbeiter reduzierte
Personalbestand ist primär die Folge unseres
Kostensenkungsprogramms.
Wealth Management erzielte im Berichtsquartal einen
Vorsteuergewinn von CHF 471 Millionen,
verglichen mit CHF 888 Millionen im Vorquartal. Dieses
beinhaltete einen Gewinn von CHF 433 Millionen aus dem
Verkauf unseres strategischen Anlageportfolios sowie
Restrukturierungsaufwand von CHF 85 Millionen. Unter
Ausklammerung dieses Gewinns verminderte sich die
Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen um 6 Basispunkte
auf 91 Basispunkte aufgrund der geringeren
Kundenaktivität und tieferen Zinserträge. Im vierten
Quartal wurden Nettoneugeldzuflüsse von CHF 3,1
Milliarden registriert.
Das internationale Wealth Management verzeichnete leicht
höhere Nettozuflüsse von CHF 4,2 Milliarden, gestützt auf
anhaltende Nettozuflüsse in der Region Asia/Pacific und
den Emerging Markets sowie weltweit im Kundensegment
Ultra High Net Worth. Die verwalteten Vermögen beliefen
sich per 31. Dezember 2011 auf CHF 750 Milliarden, was
einer Steigerung um CHF 30 Milliarden gegenüber dem Stand
per 30. September 2011 entspricht. Die Hälfte dieser
Zunahme war gegen Quartalsende zu beobachten. Darin
spiegeln sich mehrheitlich die Erholung an den globalen
Aktienmärkten während des Quartals, die Abwertung des
Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar sowie der
Zufluss von Nettoneugeldern. Der Geschäftsaufwand sank
auf CHF 1203 Millionen, gegenüber CHF 1290 Millionen im
Vorquartal.
Retail & Corporate wies im 4. Quartal 2011 einen
Vorsteuergewinn von CHF 412 Millionen aus, verglichen mit
CHF 683 Millionen im 3. Quartal, in dem ein Gewinn aus
dem Verkauf unseres strategischen Anlageportfolios von
CHF 289 Millionen berücksichtigt war. Das 4. Quartal
enthielt Restrukturierungskosten in Höhe von CHF 8
Millionen im Zusammenhang mit unserem
Kostensenkungsprogramm, verglichen mit CHF 24 Millionen
im Vorquartal. Bereinigt um den erwähnten Gewinn
aus dem Verkauf unseres strategischen Anlageportfolios
blieb der Geschäftsertrag stabil, da der Rückgang bei den
Erträgen durch tiefere Wertberichtigungen für
Kreditrisiken kompensiert wurde, nachdem im 3. Quartal
eine Erhöhung der kumulierten Rückstellungen für
Kreditverluste um CHF 73 Millionen anfiel. Der
Geschäftsaufwand verringerte sich auf CHF 517 Millionen,
verglichen mit CHF 535 Millionen im 3. Quartal.
Wealth Management Americas erzielte einen Vorsteuergewinn
von CHF 114 Millionen, gegenüber
CHF 139 Millionen im Vorquartal. In US-Dollar
betrachtet sank der Geschäftsertrag jedoch um 5%,
verursacht durch rückläufige Gebühren und
Kommissionseinnahmen sowie den Minderertrag aus
Finanzanlagen in unserem zur Veräusserung verfügbaren
Portfolio. In US-Dollar gerechnet verringerte sich der
Geschäftsaufwand um 3%, bedingt durch rückläufigen
Personal- und Sachaufwand, inklusive geringeren
Restrukturierungskosten und tieferen Rückstellungen für
Rechtsrisiken. Die Nettoneugelder beliefen sich auf CHF
1,9 Milliarden, verglichen mit CHF 4,0 Milliarden im
Vorquartal. Die Neugeldentwicklung im Quartal kam
hauptsächlich durch die neu rekrutierten Finanzberater
zustande. Einschliesslich Zinsen und Dividenden betrugen
die Nettoneugeldzuflüsse CHF 7,9 Milliarden, gegenüber
Zuflüssen von CHF 8,0 Milliarden im Vorquartal. In
Schweizer Franken betrachtet verringerte sich die
Bruttomarge auf den verwalteten Vermögen um 2 Basispunkte
auf 78 Basispunkte, wobei der 3%igen Ertragszunahme eine
5%ige Erhöhung der durchschnittlich verwalteten Vermögen
gegenüberstand.
Global Asset Management erreichte im 4. Quartal einen
Vorsteuergewinn von CHF 118 Millionen,
gegenüber CHF 79 Millionen im Vorquartal.Der
Geschäftsertrag betrug CHF 463 Millionen,
verglichen mit CHF 399 Millionen im 3. Quartal.
Die Netto-Management-Fees nahmen zu, bedingt durch die
gestiegenen durchschnittlich verwalteten Vermögen infolge
der Frankenabwertung und die erhöhten Marktbewertungen.
Die Akquisition des Vermögensverwaltungsgeschäfts von ING
in Australien trug mit CHF 9 Millionen ebenfalls zum
Anstieg der Management-Fees bei, hinzu kamen die höheren
transaktionsabhängigen Einkünfte von Global Real Estate.
Die Performance-Fees erhöhten sich um CHF 15 Millionen,
hauptsächlich bei den alternativen und quantitativen
Anlagen.Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den
Geldmarktfonds bezifferten sich die Nettoneugeldzuflüsse
von Drittparteien auf CHF 0,3 Milliarden,
gegenüber Zuflüssen von CHF 1,5 Milliarden im
3. Quartal. Die Regionen Europe und Middle East,
Schweiz und Asia/Pacific generierten Nettozuflüsse von
Drittparteien, während die Region Americas Nettoabflüsse
registrierte. Die Bruttomarge lag bei total
34 Basispunkten gegenüber 30 Basispunkten im
Vorquartal, was hauptsächlich den höheren performance-
und transaktionsabhängigen Einnahmen zuzuschreiben war.
Der Geschäftsaufwand betrug CHF 345 Millionen,
gegenüber CHF 321 Millionen im Vorquartal.
Die Investment Bank verzeichnete im 4. Quartal 2011
einen Vorsteuerverlust von CHF 256 Millionen,
während in der Vorjahresperiode ein Vorsteuergewinn von
CHF 100 Millionen resultierte. Unter
Ausklammerung der eigenen Verbindlichkeiten belief sich
der Vorsteuerverlust auf CHF 186 Millionen
(4. Quartal 2010: CHF 608 Millionen), was
den rückläufigen Erträgen in allen Geschäftsbereichen
infolge der schwierigeren Marktverhältnisse zuzuschreiben
war. Im Investment Banking betrug der Gesamtertrag
CHF 280 Millionen, verglichen mit
CHF 910 Millionen im 3. Quartal. Die Einkünfte
aus dem Beratungsgeschäft sanken um 4% von
CHF 264 Millionen auf
CHF 254 Millionen. Die Einnahmen im
Kapitalmarktgeschäft verminderten sich infolge der
geringeren Kapitalmarktaktivität von
CHF 757 Millionen auf
CHF 268 Millionen. Die Einkünfte aus dem
Wertpapiergeschäft reduzierten sich um 19% von
CHF 1884 Millionen im 4. Quartal 2010 auf
CHF 1518 Millionen. Die Erträge im
Equities-Geschäft sanken um 26% von
CHF 945 Millionen auf
CHF 704 Millionen. Im Bereich Fixed Income,
Currencies and Commodities (FICC) gingen die Erträge
gegenüber dem 4. Quartal 2010 um 13% von
CHF 939 Millionen auf
CHF 814 Millionen zurück. Die Instabilität in
der Eurozone, die schwachen Wirtschaftsdaten und der
Liquiditätsmangel führten zu einer anhaltenden
Beeinträchtigung der Kreditmärkte, wobei das
Macro-Geschäft von der gestiegenen Volatilität und der
höheren Kundenaktivität profitierte. Eine starke
Performance im Macro-Geschäft, in dem die Erträge sich
mehr als verdoppelten und auf CHF 851 Millionen
anstiegen, wurde durch tiefere Erträge in den Bereichen
FICC und Credit neutralisiert. Die kombinierte Einkünfte
von Credit, Macro und Emerging Markets erhöhten sich um
27% von CHF 991 Millionen auf
CHF 1260 Millionen. Der Geschäftsaufwand sank
insgesamt um 4% auf CHF 1986 Millionen,
verglichen mit CHF 2078 Millionen. Im 4. Quartal
2011 haben wir die risikogewichteten Aktiven insbesondere
im FICC-Bereich weiter aktiv reduziert. Die
risikogewichteten Aktiven in der Investment Bank gemäss
Basel 2.5 sanken auf CHF 156 Milliarden per Ende 4.
Quartal, gegenüber CHF 198 Milliarden per Ende 3.
Quartal.
Das Corporate Center wies im 4. Quartal 2011 einen
Vorsteuerverlust von CHF 273 Millionen aus,
nach einem Verlust von CHF 160 Millionen im
Vorquartal. Dieses Ergebnis ist primär die Folge eines
Verlusts aus der Bewertung unserer Option für den Kauf
des Eigenkapitals des SNB StabFund. Das Ergebnis des
4. Quartals enthielt ausserdem einen Gewinn von
CHF 78 Millionen aus dem Verkauf einer
Immobilie in der Schweiz.