Nationales Förderprojekt FAMOS präsentiert innovative
karten- und ortungsbasierte Fahrerassistenzsysteme
Wolfsburg / Braunschweig, 07. Februar 2012 - Die begrenzte
Sichtweite der Fahrzeugsensorik bedeutet eine wesentliche
Einschränkung heutiger Fahrerassistenzsysteme. Geht es
jedoch nach den Forschern des von der Volkswagen
Konzernforschung koordinierten Konsortiums FAMOS, wird sich
das bald ändern: Zukünftige Systeme sollen eine sehr
präzise Vorausschau über die Verkehrslage, den genauen
Straßenverlauf und die Streckentopographie verschaffen.
Damit gelingt es, den Fahrer zu entlasten, frühzeitig über
potenzielle Risiken auf der vorausliegenden Strecke zu
informieren, die Verkehrseffizienz zu steigern und den
CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Das Forschungskonsortium FAMOS (Galileo for Future
AutoMOtive Systems) hat heute in Braunschweig innovative
Fahrerassistenzsysteme der Zukunft präsentiert: "Green
Driving" erweitert beispielsweise das ACC
(Geschwindigkeitsregelanlage mit "automatischer
Distanzregelung) zu einer intelligenten
Fahrzeuglängsführung. Durch die vorausschauende Anpassung
der Geschwindigkeit sind Kraftstoffeinsparungen von über
10% möglich. Der sogenannte "Ein- und
Ausfädelassistent" unterstützt und entlastet den
Fahrer hingegen an Auf- und Abfahrten der Autobahn.
Möglich wurde die neue Art des vorausschauenden Fahrens
durch eine intelligente Vernetzung von Fahrzeug- und
Umfeldsensoren mit einer erweiterten Ortungsfusion: Durch
neu entwickelte Galileo/GPS-Mehrfrequenz-Empfänger, in
Kombination mit der gemessenen Absolutposition des
Fahrzeuges, wird zunächst ein genauer und verlässlicher
Standort des Fahrzeuges errechnet. Kartenbasierte
Informationen wie beispielsweise Verkehrszeichen,
Kreuzungen, die Topografie oder vorhandene Kurven entlang
der Route werden anschließend genutzt, um situativ
notwendige, vorausschauende Fahrmanöver einzuleiten.
Neben der Volkswagen AG als Projektkoordintor beteiligen
sich folgende Partner an dem innovativen
Fahrassistenzsystemprojekt FAMOS : Deutsches Zentrum für
Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Fraunhofer-Institut für
Integrierte Schaltungen IIS, Institut für Flugführung
(IFF) der TU Braunschweig, Abteilung für Psychologie,
Methodenlehre und Biopsychologie (IPMB) der TU
Braunschweig, Institut für Verkehrssicherheit und
Automatisierungstechnik (IVA) der TU Braunschweig, IMST
GmbH, NavCert GmbH und OECON Products & Services GmbH.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.