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Höchst erfolgreich seit der Börseneinführung
 Covestro (1COV)
Realtime Kurse. Realtime TRADEGATE AG - 13.12. 13:55:09
Kurs
83.97 €
 
Veränderung
+0.21%
 
Marktkap.
16.97 Mrd.€
 
KGV 2017
10.04x
Der deutsche Chemiekonzern Covestro ist weltweit führend in der Herstellung von Spezialkunststoffen (Polyurethane und Polycarbonate). Das Unternehmen verfügt über ein gut diversifiziertes Produktportfolio, eine globale Präsenz und Kunden in einer großen Anzahl von Branchen (Automobilsektor, Bau, Elektronik, Konsumgüter usw.).

 

 

 

Covestro wurde im Jahr 2015 mittels eines Börsengang vom Bayer Konzern ausgegliedert. Seitdem hat Bayer nach und nach Anteile an den Markt gebracht, so dass die frühere Konzernmutter aktuell nur noch ca. 53% der Anteile hält. Trotz dieses Verkaufsdrucks konnte sich die Covestro Aktie in den vergangenen 18 Monaten verdreifachen. Ein derartiger Erfolg des Börsengangs war von keinem Börsenexperten vorhergesagt worden.

Der Börsengang steht im Einklang mit Bayers Strategie, sich aus dem extrem zyklischen Chemiegeschäft zurückzuziehen. Stattdessen wollen sich die Leverkusener auf das Pharma- und Life Science Geschäft konzentrieren. Die durch den Börsengang erlösten Mittel sollen für die Übernahme Monsantos verwendet werden.

Wir hatten Bayer im vergangenen November vorgestellt und in Folge der von uns hervorgehobenen Unterbewertung mit dem Europa Portfolio Aktien des Unternehmens gekauft. Diese Position wurde vor einigen Wochen mit einem attraktiven Gewinn wieder geschlossen.

Als alleinstehendes Unternehmen kann Covestro einen Umsatz von ca. 12 Mrd. Euro vorweisen. Davon sind laut Angaben des Managements zwei Drittel wiederkehrend. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Bruttomarge über die vergangenen fünf Jahre verdoppelt werden konnte. Dies ist das Resultat der guten konjunkturellen Lage sowie erheblicher Kostensenkungen.

 

 

 

Damit gleicht Covestro mit seiner ausgezeichneten Aufstellung in vielerlei Hinsicht dem amerikanischen Chemiespezialisten LyondellBasell, den wir vor einigen Monaten an gleicher Stelle vorgestellt  haben. 
Bei Unternehmen, die in einem prozyklischen Sektor aktiv sind, wie es bei Covestro der Fall ist, ist es wichtig hervorzuheben, dass man bei einer Extrapolation des Unternehmensgewinns sehr vorsichtig vorgehen und die Möglichkeit einer schwächeren Zyklusphase mit einberechnen (Rückkehr zum Durchschnitt) muss. Eine weitere Besonderheit der Chemieindustrie ist die starke operative Hebelwirkung, d.h. die überproportionale Auswirkung von Veränderungen des Umsatzes auf den Gewinn, sowohl positiv bei Umsatzwachstum als auch negativ bei fallenden Umsätzen. Im makroökonomischen Kontext ist die Chemieindustrie vor allem von der Nachfrage aus China sowie dem Automobilsektor abhängig.

Mit einer Prise Optimismus prognostiziert Covestros Management einen kumulativen Gewinn von fünf Mrd. Euro für die kommenden fünf Jahre bzw. eine Milliarde jährlich. Trotz möglicher Vorbehalte von Anlegerseite angesichts solch rosiger Vorhersagen steht die Prognose im Einklang mit der Tendenz der beiden vergangenen Jahre und ist somit durchaus nachvollziehbar.  

Bei einer Marktkapitalisierung von 14 Mrd. Euro wird Covestro aktuell mit dem 14-fachen seines Gewinns bewertet. Damit wird das Unternehmen günstiger bewertet als die meisten Industrieschwergewichte wie BASF und Dow Chemical, die mit dem ca. zwanzigfachen ihrer Unternehmensgewinne bewertet werden, die aber auch um das sechsfache größer sind. Unternehmen aus Covestros Gewichtsklasse wie Solvay oder Eastman werden von Anlegern in etwa ähnlich wie Covestro bewertet.

Covestros bilanzielle Situation ist als gesund einzustufen. Die langfristigen finanziellen Verpflichtungen (Schulden- und Pensionsplan) entsprechen in etwa zwei Drittel des Eigenkapitals während der Zinsaufwand (vorerst) mehr als achtfach durch den operativen Gewinn gedeckt ist. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass das Unternehmen seit dem Börsengang sein Verschuldungsniveau von 5 auf 1,5 Mrd. Euro deutlich gesenkt hat. Dazu wurden die durch den Börsengang erlösten Mittel sowie fast der gesamte Gewinn aus den vergangenen beiden Jahren verwendet.

 

 

 

Vor dem Hintergrund der soliden Bilanzsituation macht die Unternehmensführung keinen Hehl daraus, dass es nach attraktiven Übernahmezielen Ausschau hält. Allerdings dürfte es sich als äußerst schwieriges Unterfangen herausstellen, in einem Sektor, den manche als überhitzt bezeichnen, interessante Übernahmeziele zu finden. Denn historisch günstige Finanzierungskosten und die gute konjunkturelle Lage haben die Unternehmensbewertungen in luftige Höhen getrieben. Dies macht es schwierig für potentielle Käufer, attraktive Renditen zu erzielen.  

Aber, um für die Aktionäre Wachstum zu erzielen, hat Covestro hat keine andere Wahl, denn in den wichtigsten Absatzmärkten liegt das Wachstum der Wirtschaftsleistung in der Regel nur bei 1-2%.
Falls jedoch doch eine attraktive Investitionsmöglichkeit ausgemacht werden kann, die  attraktive Synergien und somit Gewinnsteigerungen bietet,  und bei einer gleichzeitig positiven  Konjunktursituation (zugegebenermaßen eine ganze Reihe an Annahmen), ist es durchaus vorstellbar, dass der Markt das Unternehmen mit einem höheren Bewertungsfaktor bewerten wird.


Artikel veröffentlicht am 11.08.2017 | 16:23

Carl Cantor
© 4-traders.com 2017

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