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Exel ist eine französischer Industriekonzern, der seinen Umsatz zu zwei Dritteln mit Sprühgeräten für die Landwirtschaft (Düngemittel, etc.) und zu einem Drittel mit Material für die Industrie (Farben, etc.), den Einzelhandel (z.B. automatische Bewässerung) und schließlich Erntemaschinen für Zuckerrübenanbauer erzielt.

Bei Exel Industries handelt es sich im Grossen und Ganzen um ein Familienunternehmen - die Familie Ballu kontrolliert 76% der Anteile, Guerric Ballu übernahm die Firmenleitung im Jahr 2013 von seinen Vater Patrick. Seit ihren Anfängen fokussiert sich Exels Strategie auf externes Wachstum, d.h. Übernahmen. Die Liste erfolgreicher Übernahmen innovativer Mittelstandsunternehmen ist lang.

 

 

 

Das Wachstum des Unternehmens ist beeindruckend. Der Umsatz wurde in den 20 Jahren seit der Börseneinführung verfünffacht. Gleichzeitig wurde dafür keine Kapitalerhöhung benötigt und der Verschuldungsgrad auf einem akzeptablen Niveau belassen.

Teil von Exels Strategie ist es, den übernommenen Unternehmen eine umfangreiche operationelle Unabhängigkeit behalten zu lassen – was einem eher ungewöhnlichen Ansatz entspricht. Offensichtlich fühlt man sich bei Exel mit dem Format des wohlwollenden Konglomerates am wohlsten.

Guerric Ballu hat unlängst seine Absicht bekundet, die historische Übernahmestrategie fortzusetzen – anstatt die Dividende zu erhöhen. Es kann dabei auf eine relativ starke Bilanz zurückgreifen: der Verschuldungsgrad liegt auf einem sehr tragfähigen Niveau von ca. 30%. Die Bedienung der Zinsbelastung ist mit einem komfortablen Sicherheitsabstand gesichert.

Angesichts schwieriger Marktbedingungen, in einem Markt, der sowohl durch intensiven Wettbewerb als auch durch eine Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus gekennzeichnet ist, kommt es mehr denn je auf eine gute Strategieumsetzung an. Darüberhinaus ist das Geschäft sehr kapitalintensiv. Schließlich muss Exel fehlende Größe durch eine hohe Flexibilität und hervorragenden Service an den (traditionell sehr treuen) Kunden kompensieren.

Die Rentabilität pendelt seit mehreren Jahren im Bereich zwischen 20 und 30 Mio. Euro und beläuft sich auf eine relativ bescheidene Eigenkapitalrendite von 5-10%. Zwei Drittel der Gewinne werden in das Unternehmen reinvestiert, das restliche Drittel wird über die Dividende an die Aktionäre ausgezahlt.

 

 

 

Für die Aktionäre ergibt sich die Wertschöpfung bei Exel Industries vornehmlich aus der  Wertsteigerung durch erfolgreiche Investitionen - sowohl durch Verbesserungen bei bereits eingegliederten Unternehmen als auch bei neuen Akquisitionen. Es gilt also die Devise für interessierte Anleger, die Entscheidungen des Unternehmens kontinuierlich zu verfolgen, denn es stehen auch weiterhin große Herausforderungen bevor.

Die operative Marge konnte dank ausgezeichneter Kostenkontrolle durch das Management des Unternehmens bei 6% konstant gehalten werden. Der Plan zur Optimierung des Working Capital, welcher von Guerric Ballu zum Zeitpunkt der Übernahme der Unternehmensleitung, initiiert wurde, trägt ganz klar Früchte, da bereits 25 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr freigesetzt werden konnten.

Das Umfeld in der Landwirtschaft ist ein schwieriges. Der Sektor hat in Frankreich seit einigen Jahren große Schwierigkeiten und auch Exels Orderbuch leidet darunter. Daher setzt die Gruppe weiterhin auf die internationale Expansion um das Kundenportfolio zu diversifizieren und besser durch die Zyklen zu kommen.
Dieser Vorgang ist in vollem Gang: die Hälfte des Umsatz wird außerhalb Frankreich erzielt (verteilt über 29 Länder), vor allem in Europa (70% Umsatzanteil).

Das jüngste Übernahmeziel war ET Works, ein US-Unternehmen, welches auf Sprühgeräte im Automobilsektor spezialisiert ist – es ist unter anderem der Inhaber der berühmten Marke Apache. ET Works, welches sich in finanziellen Schwierigkeiten befunden hatte, konnte für einen attraktiven Preis von 50 Mio. Euro (die Hälfte des Umsatzes) übernommen werden.

Exel wird derzeit mit dem 0,8-fachen des Umsatzes sowie dem 20-fachen des Unternehmensgewinns des Jahres 2016 (welcher unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelitten hatte) bewertet. Dieser nicht unbedingt günstige Bewertungsfaktor impliziert gewisse Wachstumserwartungen von Seiten der Anleger.

Der Markt erwartet weitere erfolgreiche Übernahmen und scheint auch optimistischer in Bezug auf den Konjunkturzyklus in der Landwirtschaft, von dem eine Erholung sowohl in Europa als auch in Nordamerika erwartet wird.

Falls sich diese Annahmen als zutreffend erweisen, stehen die Chancen dafür gut, dass das  von den Analysten prognostizierte Szenario – welches erst vor kurzem nach oben revidiert wurde – eintreten wird.
Artikel veröffentlicht am 31.07.2017 | 10:29

Carl Cantor
© 4-traders.com 2017

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