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Aktienanalyse
Riverstone Energy : Private Equity zum Discountpreis
verzögerte Kurse. Verzögert London Stock Exchange - 25.09. 17:35:29
Kurs
£1212.00
 
Veränderung
+0.58%
 
Marktkap.
£1.02Mrd.
 
KGV 2017
0x
Bei den Gründern und gleichzeitigen Großaktionären des Unternehmens handelt es sich um ehemaligen Führungskräfte von Goldman Sachs. Dort waren sie als Spezialisten im Bereich Energie für Fusionen und Übernahmen zuständig und konnten sich als hervorragende Investoren profilieren.


 

 

 


Die Berater, die teilweise im Aufsichtsrat sitzen, stellen ein regelrechtes Dreamteam des Energiesektors dar. Zu nennen sind u.a. Lord Browne (ehemaliger Vorsitzender von BP) oder Jim Hackett (Ex-Präsident von Anadarko). Im operationellen Bereich ziehen unter anderem Mark Papa (ehemaliger Präsident von EOG und sogenannter Ölschiefer „Pate“ der USA) sowie Louis Moore Bacon (Präsident von Moore Capital) als Partner die Fäden.

Höchstwahrscheinlich aufgrund des niedrigen Ölpreises wird die Aktie von Riverstone Energy (LSE: CSR) mit einem Abschlag von 20% zum Nettovermögen (£ 12.6 vs. £ 15,8)  gehandelt. Dies scheint die Zweifel der Anleger daran widerzuspiegeln, dass das Unternehmen zu den aktuell niedrigen Ölpreisen substantielle Gewinne einfahren kann. Die Bilanz ist aktuell schuldenfrei, die Kasse des Unternehmens prall gefüllt.

Kurzum, bei einem Investment in Riverstone legt man Seite an Seite mit den großen Vermögen dieser Welt an, die von vorneherein Zugang zu diesen Private Equity Vehikeln haben. Allerdings bekommt man die Aktiva des Unternehmens aktuell zu einem Abschlag von 20%. Dank der Unterbewertung fallen auch die Verwaltungsgebühren von 1,5% pro Jahr deutlich weniger ins Gewicht.

Mithilfe ihrer umfangreichen Adressbücher und langjährigen Erfahrung suchen die Vorstände von Riverstone nach Übernahmezielen und Investmentchancen mit einem maximalen Renditepotential in politisch sicherer Umgebung, d.h. vornehmlich Nordamerika. Dabei geht man ganz konservativ ohne Fremdmittel vor und stellt sicher, dass man ausschließlich mit den professionellsten Dienstleistern der Industrie zusammenarbeitet.

Fast eine Milliarde Dollar wurde von Riverstone in den vergangenen zwei Jahren in den von starken Umwälzungen geprägten amerikanischen Ölsektor investiert. Zwar ist es noch zu früh, um die Qualität der Investitionen beurteilen zu können. Wenn man den Track Record der einzelnen Partner von Riverstone betrachtet, kann man jedoch erwarten, dass die Investitionen für die Anleger des Unternehmens attraktive Renditen abwerfen werden.

Rock Oil, die allererste Investition (als der Ölpreis noch bei $ 100 lag), wurde unlängst für mehr als das Doppelte des Anschaffungswertes veräußert. Die Leistung, eine solche Rendite zu erzielen, wobei auf dem Zyklushoch gekauft und nahe dem Tiefststand verkauft wurde, möchten wir hiermit hervorheben?

Als weitere Beispiele kann man Centennial Resource Development anführen, eine SPAC ("Special Purpose Acquisition Company"), die von Riverstone im Jahr 2016 an die Börse gebracht wurde und von Leitung Mark Papa geleitet wird. Der Kurs des Unternehmens liegt bereits  80% über dem Ausgabepreis, nachdem man Land im hochproduktiven Permian Becken in Texas zu sehr günstigen Preisen erwerben konnte.

CIOC, Riverstones größte Position (35% des Portfolios) umfasst verschiedene Vermögenswerte Westen Kanadas. Man hat hier $ 275 Mio. investiert, aber mittlerweile wird das Unternehmen bereits mit $ 533 Mio. bewertet.

Das dritte große Portfolioinvestment Three Rivers ist sogar noch besser gelaufen, denn der Anschaffungspreis von $ 86 Mio. steht einer aktuellen Bewertung von $ 259 Mio. gegenüber. Die drei genannten Investitionen (Centennial, CIOC, Three Rivers) machen etwa zwei Drittel des Riverstone Portfolios aus. Der bisherige Erfolg Riverstones ist also recht eindrucksvoll.

Für das Jahr 2017 wurden bereits einige Verkäufe angekündigt – man kann also davon ausgehen, dass ein Teil der Investitionen zeitnah realisiert werden wird. Vielleicht handelt es sich um das Investment im Permian Bassin und/oder CIOC, welches noch über weiteres Aufwertungspotential verfügt, denn das vergleichbare Unternehmen Seven Generations wird um zwischen 30% und 50% höher bewertet.

Wie bereits eingangs erwähnt, wird die Aktie trotz des bisherigen Erfolgs mit einem deutlichen Abschlag auf den Nettoinventarwert gehandelt. Dabei sind Anleger in der Regel vielmehr bereit einen Bewertungsaufschlag für ein derart hochqualitatives Management zu bezahlen.

Wie der Leser vielleicht bereits ahnt, ist bei Riverstone natürlich nicht alles Gold was glänzt. Bei der Gewinnrealisierung muss das Unternehmen zum Beispiel die Körperschaftsteuer von 35% berappen. Darüberhinaus kassiert das Management eine „Performancegebühr von 20%.  Bei der Unternehmensbewertung müssen diese Fakten natürlich berücksichtigt werden.  Selbstverständlich bleibt Riverstone nichtsdestotrotz eine attraktive Anlagechance.

Riverstones Parter gehen nicht nur bei ihrer Kernkompetenz im Energiemarkt clever vor. Sie haben ein System entwickelt bei dem die Performancegebühr in der effizientesten und aus Aktionärssicht günstigsten Form beglichen werden kann. Das Management erhält die Gebühr in Form von Aktien, d.h. ihre Vergütung ist an den Erfolg des Unternehmens geknüpft. Gleichzeitig wird eine Verwässerung der Aktionäre vermieden, indem die für die Vergütung benötigten Aktien über die Börse akquiriert werden. Anschließend werden die gekauften Aktien auf das Management übertragen. Das Management behält sich jedoch das Recht vor, neue Aktien auszugeben, wenn der Unternehmenswert über dem Nettoinventarwert liegt.

Anlagen im Energiebereich sind hochkomplex. Man muss die Art der Ölquellen und auch die Dynamik des jeweiligen Unterbereichs des Rohstoffmarktes verstehen.  Das attraktive an Riverstone ist, dass man es mit absoluten Experten zu tun hat, die darüberhinaus einen großen Teil ihres Vermögens im Unternehmen stecken haben.

Anleger sollten auf jeden Fall auch die Vergütung des Managements im Auge behalten und sich von Zeit zu Zeit vergewissern, dass die Interessen des Managements auch weiterhin mit denen der Aktionäre gleichgerichtet sind.


 

 


Artikel veröffentlich am 10.07.2017

Carl Cantor
© 4-traders.com 2017

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