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Aktienanalyse
Ziel Dividendenanhebung
 bpost (BPOST)
Realtime Kurse. Realtime TRADEGATE AG - 24.10. 09:25:13
Kurs
23.86 €
 
Veränderung
-0.19%
 
Marktkap.
4.78 Mrd.€
 
KGV 2017
14.79x
Bpost ist der traditionelle Postdienstleister Belgiens. Die Gruppe verfügt nicht nur über ein einzigartiges Netzwerk – was ihr einen deutlichen Vorteil im Wettbewerb mit ihren Herausforderern bringt – sondern sie genießt auch eine bevorzugte Stellung bei der Regierung, die zudem die Hälfte des Aktienkapitals besitzt (Die Regierung verhält sich jedoch gegenüber dem Management des Unternehmens sehr zurückhaltend, was als positiv zu bewerten ist).

 

 

 


Nachdem das Unternehmen über lange Zeit hinweg defizitär gewirtschaftet hatte, wurde im Jahr 2003 das Management ausgetauscht. Dieses hat Bpost kontinuierlich (mit einer durchaus spektakulären Leistung) in die Gewinnzone zurückgebracht. Die operative Marge liegt nun bei über 20% - doppelt so hoch als bei UPS und dreimal so hoch wie bei Fedex . Der Jahresumsatz beläuft sich auf rund 2,4 Milliarden Euro.

60% des Umsatzes wird durch traditionelles Postgeschäft erwirtschaftet (allerdings lässt dieses Geschäft immer mehr nach), 15% durch den Paketlieferdienst (hier kann dank E-Commerce ein deutliches Wachstum verzeichnet werden) und die restlichen 25% stammen vom Einzelhandel (Kioske).

Die Strategie der Gruppe besteht vor allem darin, den Rückgang des traditionellen Postgeschäftes durch Wachstum im Paketlieferdienst und bei Werbung zu kompensieren. Schließlich wird auch in den lokalen Einzelhandel investiert, um das eigene Vertriebsnetzwerk zu stärken – dabei handelt es sich hauptsächlich um Zeitungsstände und Kioske. Die kürzlich erfolgte Akquisition von Lagardère Travel Retail (Relais, etc.) geht genau in diese Richtung.

Wenn die Strategie derzeit auch Früchte trägt, ist sie nicht ohne Risiken: das Werbegeschäft ist stark vom Konjunkturzyklus abhängig, das Geschäft mit der Paketzustellung extrem wettbewerbsintensiv und der Umsatz aus den Zeitungsläden hängt zum großen Teil vom Verkauf von Presseartikeln ab, bei denen sich viele Leser in Richtung Digitalkonsum bewegen und damit für sinkende Verkaufszahlen bei der traditionellen Presse in Papierform sorgen.

Der Umsatz von Bpost weist vor diesem Hintergrund eine leicht fallende Tendenz auf. Dem wird jedoch durch aggressive Kostensenkungen gegengesteuert wodurch es dem Unternehmen (bislang?) gelang, seine außerordentlich hohen Gewinnmargen zu schützen.

Die bilanzielle Situation des Unternehmens ist ausgezeichnet, denn es die Verbindlichkeiten werden durch kurzfristige Aktiva gedeckt. Das langjährige ausgezeichnete Management sorgt seit Jahren für steigende Gewinne (346 Mio. € im Jahr 2016) bei einer gleichbleibenden Anzahl ausstehender Aktien.

 

 

 


Der operative Cash-Flow befindet sich mit 352 Mio. €  in etwa auf dem gleichen Niveau wie der Unternehmensgewinn. Bei einem Investitionsprogramm von ca. 100 Mio. € pro Jahr bis ins Jahr 2020 ergibt sich ein freier Cash-Flow von 252 Mio. € ... was ziemlich genau der für das vergangene Jahr 2016 ausgeschütteten Dividende von 260 Mio. € entspricht.

Die Dividende ist somit sehr großzügig (man verwendet den gesamten Jahresgewinn nach Abzug der Investitionen), sie scheint aber mittel- bis langfristig auf dem aktuellen Niveau haltbar zu sein. Allerdings setzt dies voraus, dass die Umsetzung des strategischen Plans reibungslos funktioniert und dass auch im Marktumfeld alles beim Alten bleibt  - zum Beispiel, dass der Wettbewerb bei der Paketzustellung sich nicht noch weiter intensiviert.

Anleger sollten regelmäßig (einmal jährlich) prüfen, ob dass das Management nicht auf Schulden zurückgreift, um die Dividende auf dem aktuellen Niveau belassen oder sogar steigern zu können. Als negative Präzedenzfälle zu nennen sind hier französische, halbstaatliche Unternehmen wie Orange, EDF oder Engie.

Im ersten Quartal 2017 gab es jedoch gute Zahlen: Der Umsatz stieg um 25% (dank Wachstum im Paketdienst und im Einzelhandel, einschließlich Übernahmen) trotz eines starken Rückgangs im traditionellen Postgeschäft (-5%).

Das ehrgeizige Ziel des Managements ist es, ein EBITDA (eine gute Annäherung an den Cash-Flow vor Zinsen und Steuern) von 620 Mio. €   im Jahr 2020 zu erreichen. Unter Berücksichtigung eines Investitionsprogramms, welches von uns konservativ auf 150 Mio. €  geschätzt wird, (das Doppelte des vom Management erwarteten Betrags), kann der Cash-Flow vor Zinsen und Steuern auf 470 Mio. € geschätzt werden.

(Die Tatsache, dass wir bei unseren Berechnungen höhere Ausgaben für das Investitionsprogramm ansetzen beruht auf der Annahme, dass Bpost zusätzliche Übernahmen – vor allem international – durchführen dürfte. Dank einer grundsoliden Bilanz hat das Unternehmen ganz klar den Finanzierungsspielraum dafür.)

Da das Management seine Absicht bekannt gegeben hat, die Dividendenzahlung auf ca. 85% des Gewinns zu halten, ergibt sich auf Sicht des Jahres 2020 eine Dividendenrendite von zwischen 7% und 8% - vorausgesetzt die Finanzplanung im Rahmen des strategischen Plans ist korrekt.

Die wichtigste Indikation, dass das Unternehmen seine Ziele erreichen kann, lässt sich aus dem Erfolg bei der Restrukturierung und der Ausweitung der Margen seit dem Jahr 2003 ableiten. Das Hauptrisiko andererseits liegt in einer zu optimistischen Wachstumsprognose bezüglich des Paketliefergeschäfts und des lokalen Einzelhandels, mit denen der Rückgang beim Briefgeschäft ausgeglichen werden soll.
Artikel veröffentlich am 25.07.2017

Carl Cantor
© 4-traders.com 2017

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