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Aktien Europa Schluss: Kursschwäche setzt sich fort

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13.11.2017 | 18:12

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Zu Beginn der neuen Börsenwoche ging es an den europäischen Aktienmärkten weiter abwärts. Der EuroStoxx-50 <EU0009658145> gab am Montag um 0,54 Prozent auf 3574,52 Punkte nach, auch wenn er zwischenzeitlich höhere Verluste wieder etwas reduzieren konnte. Vom jüngsten Hoch bei knapp über 3700 Punkten ist der Leitindex der Eurozone schon um 3,6 Prozent zurückgefallen. Es war sein sechster Börsentag in Folge mit Verlusten.

"Einige Anleger bringen ihre Gewinne in Sicherheit", kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die anhaltenden Kursverluste. Da die Saison der Geschäftsberichte von Unternehmen allmählich ausläuft, waren am Montag von dieser Seite keine großen Impulse mehr ausgegangen. Anleger dürften sich daher vorerst wieder stärker alten Dauerthemen wie etwa der globalen Geldpolitik zuwenden.

Der französische Leitindex CAC-40 <FR0003500008> gab um 0,73 Prozent auf 5341,63 Zähler nach. Das Londoner Börsenbarometer FTSE-100 <GB0001383545> schlug sich mit minus 0,24 Prozent auf 7415,18 Punkte etwas besser als seine Indexkollegen - dank des schwachen Pfunds. Als Grund dafür galten vor allem Spekulationen über parteiinternes Misstrauen gegen Premierministerin Theresa May.

Dass Investoren gegenwärtig lieber vorsichtig agieren, macht ein Blick auf die europäischen Branchen deutlich: Der Sektorindex für Lebensmittelproduzenten wies als einziger einen kleinen Kursgewinn auf. Die Branche gilt dank stabiler Erträge und Dividenden als weniger risikoreich als andere Industrien. Eine Stütze waren dort die schwergewichtigen Aktien von Nestle <CH0038863350> und Diageo <GB0002374006>, die jeweils um etwa 1 Prozent anzogen.

Auf Unternehmensseite blieb es ansonsten zum Wochenauftakt vergleichsweise ruhig. Zahlen zu verarbeiten gab es in Mailand von Telecom Italia <IT0003497168>. Die Titel des italienischen Telekomanbieters fielen angesichts eines Gewinnrückgangs im dritten Quartal um mehr als 3 Prozent. Belastend wirkte dort auch eine aufgegebene Kaufempfehlung durch die Experten von Goldman Sachs.

Einen deutlichen Kursrutsch von mehr als 10 Prozent mussten in Paris die Aktionäre von EDF <FR0010242511> hinnehmen, nachdem die Gewinnprognose für das kommende Geschäftsjahr gekappt worden war. Wegen einer schwächeren Nachfrage nach Elektrizität in Frankreich und dem Preisverfall bei britischer Kernenergie erwartet der Versorger das operative Ergebnis für 2018 zwischen 14,6 und 15,3 Milliarden Euro. Zuvor waren mehr als 15,2 Milliarden in Aussicht gestellt worden.

Besser erging es nach unterschiedlichen Ankündigungen den Aktien von Novartis <CH0012005267>, die in Zürich um 1,10 Prozent stiegen, und Aggreko in London mit plus 1,84 Prozent. Der Pharmakonzern Novartis hatte angesichts eines Investorentags tiefere Einblicke in seine Projektpipeline gegeben und Aggreko hatte mit Heath Drewett einen neuen Finanzchef vorgestellt. Minenwerte wie Anglo American <GB00B1XZS820> profitierten außerdem in London von höheren Kupferpreisen./tih/he


© dpa-AFX 2017
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