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Aktien Europa Schluss: Verluste - Syrien-Konflikt bleibt im Fokus

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16.04.2018 | 18:49

PARIS/LONDON (awp international) - Die Anleger sind am Montag an den europäischen Aktienmärkten in Deckung geblieben. Auch ohne eine weitere Eskalation im Syrien-Konflikt war die Stimmung gedämpft und die Investitionsbereitschaft angesichts der geopolitischen Krisenherde gering. Entsprechend endete der EuroStoxx 50 knapp im Minus: Der Leitindex der Eurozone schloss 0,20 Prozent tiefer bei 3441,04 Punkten.

Militärschläge der USA, Frankreichs und Grossbritanniens gegen Ziele in Syrien hatten am Wochenende neue Sorgen vor einer weiteren Eskalation des damit zusammenhängenden Konflikts mit Russland hervorgebracht. Eine befürchtete direkte militärische Konfrontation mit den westlichen Mächten blieb aber aus.

Auf die Stimmung drückte der starke Euro, der die Exportperspektiven europäischer Unternehmen schmälern kann. Der US-Dollar stand umgekehrt unter Druck, als Präsident Donald Trump China und Russland gezielte Währungsabwertung vorwarf.

Nur wenig verändert zeigte sich am Ende der französische CAC-40 mit einem hauchdünnen Abschlag von 0,04 Prozent auf 5312,96 Punkte. In London jedoch ging es deutlicher bergab: Der britische FTSE 100 sank um 0,91 Prozent auf 7198,20 Punkte.

Bester Sektor der Stoxx-600-Branchenübersicht waren die Reise- und Freizeitwerte mit gut einem halben Prozent Plus. Am Ende des Branchentableaus büssten die Minenwerte rund 1 Prozent ein. Auch die Teilindizes der Automobil- sowie Getränke- und Lebensmittelindustrien standen in ähnlichem Masse unter Druck.

In London reagierten WPP-Anleger verschreckt auf den Rücktritt von Konzernchef Martin Sorrell: Die Aktien des Werbekonzerns verloren gut 6,5 Prozent. Spürbar war dies auch bei anderen Branchenwerten: Titel des Konkurrenten Publicis gehörten in Paris mit einem Abschlag von mehr als 1 Prozent zu den grössten Verlierern.

Spitzenreiter im "Footsie" waren die Titel von Whitbread mit einem Satz von mehr als 7 Prozent nach oben. Für Rückenwind sorgte, dass der aktivistische Investor Elliott Advisors seinen Anteil am Gastronomie- und Hotelbetreiber ausgebaut hat.

Spitzenwert im Pariser Leitindex Cac 40 waren die Orange-Papiere mit einem Aufschlag von rund 1,5 Prozent. Bei französischen Telekomwerten sorgte eine Kreise-Meldung für Konsolidierungsfantasie, wonach der Mischkonzern Bouygues ein Auge auf das Frankreich-Geschäft des Konkurrenten Altice geworfen haben könnte. Trotz eines Dementi von Bouygues kletterten die Altice-Aktien um mehr als 5 Prozent.

Schlusslicht in London mit fast 7 Prozent Minus waren die Evraz-Aktien . Die Titel des russischen Stahlherstellers mit Firmensitz in Grossbritannien litten wie zuletzt unter der Sorge vor neuen Sanktionen der USA gegen russische Unternehmen. Einmal mehr begab sich am Montag der gesamte Aktienmarkt in Moskau auf Talfahrt./tih/edh

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
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EURO STOXX 50 0.37%3490.89 Schlusskurs.-0.45%
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