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Aktien Frankfurt Ausblick: Wall Street stützt Erholungsversuch nach Talfahrt

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12.02.2018 | 08:22

FRANKFURT (awp international) - Dank Rückenwinds von der Wall Street dürfte der Dax nach seiner Talfahrt am Montag einen Erholungsversuch unternehmen. Eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart signalisierte der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 1,41 Prozent auf 12 278 Punkte. Für den ebenfalls gebeutelten Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deutete sich ein ähnlich freundlicher Handelsauftakt an.

Am Freitag hatte der Dax über ein Prozent verloren und die zweite Woche in Folge mit herben Kursabschlägen beendet, so dass er aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Anfang September notiert. Von seinem Rekordhoch im Januar aus hat er mittlerweile knapp 11 Prozent eingebüsst - im Sog der Angst vor einem schneller als gedachten Zinsanstieg in den USA, der die Börsen weltweit abrutschen liess.

Doch am Montag sollte die Entwicklung am US-Aktienmarkt dem Dax erst einmal auf die Beine helfen. In New York hatten die Kurse vor dem Wochenende nach einem abermaligen Ausverkauf nach oben gedreht, wovon am Montag bereits die asiatischen Börsen profitierten. Ob die Aktienmärkte kurzfristig das Schlimmste bereits hinter sich haben oder nur eine Zwischenerholung vor einem - laut Marktstrategen nicht ungewöhnlichen - zweiten Rutsch vollziehen, bleibt allerdings offen. Ein Ende der Schwächephase jedenfalls würde sich erst über etwa 12 750 Dax-Punkten andeuten, erklärte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.

Angesichts der jüngsten Diskussionen über die Zinsen achten Investoren in der neuen Woche ganz genau auf Signale zur Inflationsentwicklung. So stehen in den kommenden Tagen Verbraucherpreisdaten aus Grossbritannien, den USA sowie Deutschland auf der Agenda. Zum Wochenstart ist die Agenda auf Unternehmens- und Konjunkturseite zunächst überschaubar.

Hierzulande stand der Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec mit Zahlen im Fokus. Die Thüringer blieben trotz eines Ergebnisrückgangs im ersten Geschäftsquartal 2017/18, der allerdings auch einem positiven Sondereffekt im Vorjahr geschuldet ist, bei ihren Jahreszielen. Die Aktien dürften sich aber im deutlich erholt erwarteten Gesamtmarkt unterdurchschnittlich entwickeln, erwartete ein Börsenhändler. Auf der Handelsplattform Tradegate verloren sie vorbörslich knapp 1 Prozent.

Den Anteilsscheine von Südzucker droht ein noch deutlicherer Kursrückgang. Sie litten darunter, dass der Zuckerproduzent nach dem Auslaufen der EU-Zuckermarktverordnung im Herbst 2017 erst einmal mit schweren Zeiten rechnet. "Uns steht nun eine schwierige Übergangsphase von mindestens zwei Jahren Dauer bevor", sagte Finanzvorstand Thomas Kölbl der "Börsen-Zeitung"./gl/das

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