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Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt auf Acht-Wochen-Hoch

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13.09.2017 | 18:23

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ohne klaren Trend hat sich der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte präsentiert. Während Papiere aus der zweiten Reihe und Technologiewerte mehrheitlich etwas nachgaben, tendierten die 30 größten Titel überwiegend freundlich. So schloss der Dax <DE0008469008> 0,23 Prozent höher bei 12 553,57 Punkten und baute seine Gewinnserie im September auf rund 4 Prozent aus. Gleichzeitig war dies der höchste Stand des deutschen Leitindex seit rund acht Wochen.

Unterstützung für den Dax kam vom deutlich nachgebenden Eurokurs <EU0009652759>, der im späten Handel sogar unter die Marke von 1,19 US-Dollar rutschte. In der Spitze war der Euro zuvor noch bis auf 1,1995 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1979 (Vortag: 1,1933) Dollar festgesetzt. Auslöser der Euro-Verluste waren Preisdaten aus den USA. Hier hatte sich der Anstieg der Erzeugerpreise im August erstmals seit April wieder verstärkt. Ein schwächerer Euro stärkt die Exportchancen hiesiger Unternehmen.

Am breiteren Markt hielten sich die Anleger hingegen zurück: Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte verlor 0,26 Prozent auf 25 243,51 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax <DE0007203275> gab um 0,16 Prozent auf 2358,95 Punkte nach.

AUTOBAUER ZUR IAA GEFRAGT - ANALYSTENSTUDIEN BEWEGEN MERCK

Im Dax waren Autowerte anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) gefragt. So gewannen die Aktien von Volkswagen <DE0007664039>, Daimler <DE0007100000> und BMW <DE0005190003> zwischen 0,6 und 0,8 Prozent. Ebenfalls zu den Favoriten gehörten Siemens-Anteile <DE0007236101>, die mit 1,17 Prozent Kursgewinn ihre Ende August begonnene Erholung fortsetzten.

Die Titel des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck <DE0006599905> verteuerten sich an der Dax-Spitze um knapp 2 Prozent. Sie profitierten zum einen von einer frischen Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg; zum anderen verwiesen die Experten der Citigroup <US1729674242> darauf, dass Merck mit seinem Flüssigkristallgeschäft ein Zulieferer des von Apple <US0378331005> am Vorabend vorgestellten neuen iPhone X sei.

BAYER VERSILBERT COVESTRO-ANTEILE - APPLE-PRÄSENTATION BEWEGT

Bayer-Aktien <DE000BAY0017> kletterten um 0,22 Prozent aufwärts. Der Konzern hatte sich von 9,4 Prozent der Covestro-Anteile <DE0006062144> für 63,25 Euro das Stück getrennt. Die Papiere der ehemaligen Kunststofftochter der Leverkusener schnellten um 3,74 Prozent auf 68,16 Euro hoch und waren damit Spitzenreiter im MDax.

Im TecDax rutschten Papiere des Chipherstellers Dialog Semiconductor <GB0059822006> um 1,57 Prozent ab. Der Apple-Zulieferer geriet damit in den Sog der vorabendlichen Kursverluste beim iPhone-Hersteller. Dialog gilt als der am stärksten von Apple abhängige Lieferant.

Auf der anderen Seite wird der Spezialanlagenbauer Aixtron <DE000A0WMPJ6> neuerdings als Profiteur der Apple-Manie gesehen, da das Unternehmen wiederum Lieferant von Apple-Zulieferern ist. Aixtron-Anteilsscheine verteuerten sich an der TecDax-Spitze um mehr als 3 Prozent.

FTSE-INDEX WEITER AUF TALFAHRT

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> legte um 0,30 Prozent auf 3523,14 Punkte zu. Der CAC 40 <FR0003500008> in Paris rückte um 0,16 Prozent auf 5217,59 Punkte vor. In London setzte der Leitindex FTSE seine Abwärtsbewegung fort wegen des starken britischen Pfund fort und sank um 0,28 Prozent auf 7379,70 Punkte. Der Dow Jones Industrial <US2605661048> zeigte sich zuletzt praktisch unverändert.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Vortag auf 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,14 Prozent auf 141,65 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> gab um 0,09 Prozent auf 161,78 Punkte nach./edh/stb

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---


© dpa-AFX 2017
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