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Aktien Osteuropa Schluss: Deutliche Verluste - Nur Prag eine Ausnahme

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15.05.2018 | 19:19

MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die osteuropäischen Leitindizes haben am Dienstag überwiegend klar im Minus geschlossen. Nur in Prag ging der Handel freundlich zu Ende.

Der tschechische Leitindex PX verteidigte am Ende ein knappes Plus von 0,18 Prozent auf 1106,30 Punkte. Bei den Einzelwerten gehörten die Aktien von Kofola mit einem Minus von 1 Prozent zu den schwächsten Werten, nachdem der Getränkehersteller im ersten Quartal 2018 einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet hatte. Stärke zeigten hingegen die beiden Schwergewichte Komercni Banka und CEZ. Die Titel der Bank stiegen an der Spitze des Leitindex um 1,23 Prozent, während die Papiere des Stromkonzerns um 0,80 Prozent zulegten.

In Budapest zollte der Bux seiner deutlichen Kursrally der vergangenen beiden Handelstage Tribut. Er sackte am Ende um 2,43 Prozent auf 37 663,78 Punkte ab. Ein Anstieg des ungarischen Bruttoinlandsprodukts um 4,4 Prozent im ersten Quartal konnte die Anleger hier nicht mehr weiter für Aktienkäufe motivieren. Belastet wurde der Leitindex vor allem vom 5,6-prozentigen Abschlag bei der OTP-Aktie. Mit Mol, Gedeon Richter und MTelekom schlossen weitere Schwergewichte mit bis zu 0,8 Prozent im Minus.

In Warschau fiel der Wig-30 um 1,85 Prozent auf 2630,68 Punkte, während der breiter gefasste Wig um 1,67 Prozent auf 59 723,95 Einheiten nachgab. Auch hier konnten starke Wachstumsdaten den Aktienmarkt nicht stützen. Bei den Einzelwerten zogen sich die Kursverluste quer durch alle Branchen. Bei den Bergbauaktien verloren KGHM fast 3 Prozent, bei den Versorgerwerten gaben Energa und Tauron um bis zu 3,8 Prozent nach. Im Finanzbereich büßten die Aktien der MBank 2,64 Prozent ein.

Der russische RTS Index stand am Ende mit fast 2 Prozent unter Druck. Er schloss bei 1178,76 Punkten./tih/he


© dpa-AFX 2018
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