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Aktien Schweiz: Am Mittag kaum verändert - Warten auf US-Inflationsdaten

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13.02.2018 | 12:36

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag nach der Erholung vom Vortag etwas Ruhe eingekehrt. Der SMI tritt aktuell auf der Stelle und verteidigt damit weiterhin die gestern zurückgewonnene Marke von 8'800 Punkten. Allerdings hat der Leitindex seit Erreichen des Allzeithochs Ende Januar mehr als 800 Stellen eingebüsst. Auslöser für die einschneidende Korrektur an den Weltbörsen waren in erster Linie Zinssorgen sowie die Angst vor Inflation.

Der Aufwärtstrend bei den Bond-Renditen scheine nach wie vor intakt zu sein, so ein Händler. Dieses Szenario berge für Aktien kurzfristig weitere Kursrisiken. Die von Nervosität geprägte Stimmung lässt sich hierzulande auch anhand des Volatilitätsindex VSMI ablesen. Dieser rutscht zwar weiter ab, steht mit 23 Punkten aber immer noch auf einem hohen Niveau. Die Anleger warten derweil auf weitere Angaben zur Inflationsentwicklung. Im Fokus steht die am Mittwoch anstehende Publikation der US-Konsumentenpreise. Die Daten könnten Hinweise dazu liefern, ob die Inflationssorgen berechtigt sind.

Bis um 12 Uhr büsst der Swiss Market Index (SMI) moderate 0,04% auf 8'818,45 Punkte ein. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert gleich wenig und steht bei 1'444,74 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) rückt um leichte 0,05% auf 10'173,07 Punkte vor. Die 30 wichtigsten Titel notieren zur Berichtszeit je zur Hälfte im Minus und im Plus.

Die Aktien von ABB sind im Handelsverlauf auf den hintersten Platz der Blue Chips-Tabelle zurückgefallen. ABB verlieren 1,0% nachdem die Papiere des Technologiekonzerns in der Vorwoche nach schwach aufgenommenen Geschäftszahlen bereits deutlich an Boden eingebüsst haben. Seit Jahresbeginn resultiert nun ein Abschlag von beinahe 13%.

Deutlichere Einbussen sind am Berichtstag auch bei SGS (-0,6%), Kühne+Nagel (-0,4%) oder der Grossbank UBS (-0,6%) zu sehen. Demgegenüber rücken Credit Suisse um 0,6% vor. Die CS wird wie der Spezialchemiehersteller Clariant (Aktie: +0,3%) auch am morgigen Mittwoch die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr präsentieren.

Ein uneinheitliches Bild zeigt sich auch bei den Schwergewichten: Nestlé (+0,2%) und Roche (+0,1%) gewinnen leicht an Wert, Novartis verlieren 0,2%. Dabei hat die Novartis-Tochter Sandoz für das Nachahmerprodukt Glatopa in einer bestimmten Dosierung die Zulassung in den USA erhalten. Das Medikament wird zur Behandlung von MS-Patienten eingesetzt. Die von der US-Gesundheitsbehörde FDA gewährte Zulassung sei am Markt erwartet worden, so ein Analyst. In Griechenland soll derweil das Parlament die gegen mehrere Politiker vorgetragenen Korruptionsvorwürfe untersuchen, die in Zusammenhang mit Novartis stehen.

Leichte Avancen verzeichnen Adecco (+0,4%). Die Valoren des Personalvermittlers profitieren von Zahlen des Konkurrenten Randstad, der für das vierte Quartal dank gut laufender Jobbörsen in Europa ein hohes organisches Wachstum ausgewiesen hat. Adecco präsentiert die Zahlen Anfang März.

Nach oben geht es auch für Richemont (+0,3%). Der Luxusgüterkonzern hat die Unterlagen für die im Januar angekündigte Vollübernahme des italienischen Onlineverkäufers Yoox-Net-a-Porter bei der italienischen Börsenaufsicht eingereicht, was allerdings kaum einen Einfluss auf die Kursentwicklung haben dürfte. Vielmehr könnte die gute Performance im vierten Quartal des Konkurrenten Kering für leichten Auftrieb sorgen. Swatch bewegen sich hingegen kaum vom Fleck.

Am breiten Markt hat die Bank Vontobel mit der Vorlage von Jahreszahlen und mit vielversprechenden Aussagen zum laufenden Jahr zwar überzeugt, die Aktie büsst aber dennoch 1,0% ein. Die Papiere blicken auf eine seit Jahresbeginn gute Performance zurück. Derweil sind bei Vontobel die verwalteten Vermögen über Erwarten stark angewachsen.

Auch der Fleischverarbeiter Bell übertraf mit Umsatz und Gewinn die Vorgaben der Analysten und legte zunächst zu, ehe der Wind an der Börse drehte. Aktuell gibt Bell um 0,4% nach. Das Jahr 2017 war von mehreren Zukäufen geprägt und 2018 steht die Übernahme des Ostschweizer Nahrungsmittel-Herstellers Hügli sowie eine Kapitalerhöhung auf dem Programm.

Die Papiere des Flughafens Zürich geben nach eigentlich guten Passagierzahlen um 1,2% nach. Der Bankensoftwarespezialist Temenos (unv.) legt am Berichtstag nachbörslich Geschäftszahlen vor.

mk/rw

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