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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet im Plus - CS und Clariant mit Zahlen

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14.02.2018 | 10:16

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse ist am Mittwoch mit Aufschlägen in den Handelstag gestartet. Nach dem erneuten Rücksetzer vom Vortag kann damit an die Erholungsbewegung vom Wochenanfang angeknüpft werden. Der Leitindex SMI kann die Marke von 8'800 Punkten wieder übersteigen. Die Anleger würden jedoch weiter vorsichtig agieren, insbesondere mit Blick auf die am Nachmittag anstehenden US-Zahlen zu den Konsumentenpreisen und anderen wichtigen Makro-Indikatoren.

Offenbar habe sich bei den Investoren die Ansicht durchgesetzt, dass es sich bei den Abgaben seit Ende Januar um eine normale Korrektur im Aufwärtstrend handle und nicht um die Vorzeichen eines anhaltenden Abschwungs, sagte ein Händler. Die Vorgaben aus dem späten Handel an der Wall Street waren leicht positiv. Dow Jones und Nasdaq konnten im Vergleich zum Europa-Schluss zulegen, und auch in China war das Bild freundlich. In Japan gab der Nikkei jedoch leicht nach, nachdem das BIP-Wachstum im vierten Quartal unter den Erwartungen ausgefallen war. Zudem belastete der steigende Yen.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt bis um 09.30 Uhr 0,72% auf 8'815,64 Punkte hinzu. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt um 0,74% auf 1'445,27 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,71% auf 10'161,60 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren bis auf Clariant alle im Plus.

Nach Zahlen gewinnen Credit Suisse mit +2,6% deutlich hinzu. Das operative Geschäft der Grossbank hat die Erwartungen der Analysten erfüllt. Wegen eines Abschreibers für die US-Steuerreform wurde jedoch im vierten Quartal ein Milliardenverlust verbucht. Die Dividende von 25 Rappen fällt klar tiefer aus als die im Vorjahr in bar oder Aktien ausgeteilten 70 Rappen. Der Ausblick ist aufgrund des Verlauf und Tempo der erwarteten Zinsänderungen etwas zurückhaltend. In den marktabhängigen Bereichen habe das Jahr jedoch gut begonnen.

Die anderen Finanzwerte wie etwa UBS (+0,9%), Julius Bär (+1,2%), Partners Group (+1,3%) zeigen sich ebenfalls stark. Bei den Assekuranzen legen Bâloise und Zurich (je +0,6%) etwas deutlicher zu.

Clariant (-0,4%) notieren trotz des Erreichens der Prognosen tiefer. Der Ausblick falle vage aus, wie die Analysten urteilten. Das Umfeld werde nun jedoch insgesamt positiver beurteilt. Zum neuen Grossaktionär Sabic kam vom Unternehmen kein Kommentar. Der Konzern hat im Vorjahr den Umsatz gesteigert und die Profitabilität leicht erhöht. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit weiterem Wachstum in Lokalwährung und einem höheren EBITDA.

Die Schwergewichte Novartis (+0,6%) und Nestlé (+1,0%) erholen sich ebenfalls. Roche (+0,3%) hat von der FDA für das Medikament MabThera/Rituxan für die Indikation Pemphigus Vulgaris, auch Blasensucht genannt, den Status eines beschleunigten Zulassungsverfahrens erhalten. Die am Vortag schwachen Luxusgüter- und Uhrentitel von Swatch (+0,7%) und Richemont (+0,3%) steigen etwas an. Stärker zeigen sich Lonza (+1,1%), Swisscom oder Adecco (je +1,0%).

Am breiten Markt hat die Valiant Bank (+0,7%) den Gewinn leicht gesteigert und die Dividende angehoben. Zudem werden die personellen Weichen für die Zukunft gestellt: CEO Markus Gygax soll 2020 Jürg Bucher als VRP ablösen. Der Nachfolger von Gygax soll im laufenden Jahr bestimmt werden.

Beim Technologieunternehmen Kudelski (-4,8%) haben Umbau und Restrukturierungskosten das Ergebnis belastet und unter dem Strich verblieb aus dem fortgeführten Geschäft nur ein kleiner einstelliger Mio-Dollar-Betrag. Der Umsatz der fortbestehenden Bereiche stieg leicht an.

Temenos notieren nach den Zahlen vom Vorabend mit 1,4% im Plus. Das Unternehmen hat wie erwartet den Umsatz deutlich gesteigert und die Dividende angehoben. Auch der Ausblick fällt weiter positiv aus. Die Banken hätten keine andere Wahl, als in Software zu investieren, sagte der CEO.

yr/rw

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