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Aktien Schweiz: Kaum Bewegung - SMI weiter auf Höchstständen

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13.10.2017 | 12:57

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tritt am Freitagmittag bei geringen Handelsvolumen praktisch auf der Stelle. Der Leitindex SMI hat kurz nach Eröffnung noch ein neues Jahreshoch über der Marke von 9'300 Punkten markiert und ist darauf leicht zurückgefallen. Der Markt sei sich derzeit unschlüssig über die weitere Richtung, meinte ein Händler in Zürich. Einen gewissen Impuls könne allenfalls der deutsche Aktienmarkt liefern, sofern der DAX die Marke von 13'000 Punkten klar nehmen würde.

Im Blickfeld bleibt die Europäische Zentralbank (EZB), die laut Insidern beim nächsten Treffen Ende Oktober ihr Anleihekaufprogramm zwar verlängern, den Umfang aber deutlich reduzieren dürfte. Gleichzeitig kämen in den USA Zweifel auf, ob die Notenbank Fed den Zinsschritt nach oben im Dezember wirklich durchführen möchte, so ein Marktbeobachter. Auf Beachtung stossen dürften am Nachmittag neue Daten zur Entwicklung der US-Konsumentenpreise. Eine anziehende Inflationsrate könnte den "Falken" im Fed Auftrieb geben.

Der SMI notiert gegen 11.50 Uhr 0,02% höher bei 9'299,20 Punkten, nachdem er im frühen Handel noch ein Mehrjahres-Hoch bei 9'309 Punkten erreicht hatte. Im Wochenvergleich resultiert bisher ein kleines Plus von 0,5%. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) liegt dagegen um 0,04% im Minus bei 1'496,40, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,01% im Plus auf 10'625,98 Zähler liegt. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren je 14 im Minus und im Plus und die zwei weiteren unverändert.

Gestützt werden die Indizes vor allem von Kursavancen der schwergewichtigen Nestlé (+0,7%). Die Titel des Nahrungsmittelkonzerns befinden sich seit einem positiv aufgenommenen Investorentag von Ende September im Aufwärtstrend. Zu den Gewinnern gehören auch Vifor Pharma (+0,6%) sowie zyklische Titel wie LafargeHolcim (+0,4%) und Clariant (+0,3%). Für die Aktien des Warenprüfers SGS (+0,2%) erhöht die Bank Vontobel ihr Kursziel, bleibt aber bei der Einstufung "Hold".

Die Grossbanken CS (+0,3%) und UBS (+0,1%) notieren ebenfalls moderat im Plus. Am Vortag hatten mit JPMorgan und der Citigroup erste US-Grossbanken ihre Quartalsbilanzen vorgelegt, wobei eine gute Gewinnentwicklung von einem schwachen Kapitalmarktgeschäft überschattet wurde. Am Nachmittag publizieren mit der Bank of America und Wells Fargo weitere US-Institute ihren Quartalsausweis.

Leichte Abgaben erleiden dagegen die Pharma-Schwergewichte Novartis (-0,2%) und Roche (-0,3%). Insgesamt sei das Sentiment für die europäische Pharmabranche im Vorfeld der anlaufenden Drittquartals-Saison durchzogen, schreiben die Barclays-Analysten in einer Sektorstudie. Sie verweisen nicht zuletzt auf die Ungewissheit um allfällige US-Gesetzesreformen, aber auch um die Preismodelle für innovative Medikamente.

Erneute Abschläge gibt es auch für die Luxusgüterwerte Richemont (-0,3%) und Swatch (-0,7%). Lonza (-0,8%) fallen zurück, nachdem sie am Vortag noch auf Rekordstände gestiegen waren. Die Aktien des Bauchemie-Produzenten Sika (-1,0%) haben die Gewinne des Vortages wieder fast vollständig eingebüsst. Als Grund für die gestiegene Volatilität wird in Marktkreisen der nahende Entscheid des Zuger Obergerichts zum Streit mit der Gründerfamilie gesehen.

Am breiten Markt legen die Aktien des Solarunternehmens Meyer Burger (+3,8%) deutlich zu. Nach dem am Donnerstag bekannt gewordenen Einstieg der britischen HSBC würden die Titel von aggressiven Deckungskäufen erfasst, heisst es im Handel. Beobachter schlössen einen weiteren Ausbau der Beteiligung durch die Grossbank nicht aus. Die Titel des Flughafens Zürich (+0,5%) notieren nach der Publikation guter Passagierzahlen für den September leicht im Plus.

Deutlichere Kursavancen verzeichnen zudem Ascom (+2,3%). Das Technologie-Unternehmen hat eine Vertriebspartnerschaft mit dem US-Konzern GE im Bereich der Intensiv-Spitalpflege bekanntgegeben. SHL Telemedicine (Aktien -0,1%) hat den Einstieg des chinesischen Investors Kun Shen mitgeteilt, der insgesamt Stimmrechte von knapp 24% übernimmt. Grossaktionär Himalaya Asset Management hat dagegen den Anteil auf unter 3% gesenkt.

tp/uh

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