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Aktien Schweiz: Kaum verändert - Roche stützen Gesamtmarkt

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16.05.2018 | 11:19

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt büsst am Mittwoch im frühen Geschäft ganz leicht an Terrain ein. Dass der SMI nicht deutlicher unter die Marke von 9'000 Punkten zurückfällt, ist vor allem den gesuchten Roche-Genussscheinen zu verdanken. Von Novartis kommen am Investorentag hingegen bis anhin noch keine Impulse. Insgesamt zeigt sich die Stimmung zu Beginn des Börsentages nach schwachen Vorgaben aus den USA verhalten.

An der Wall Street wurde das Sentiment einerseits von den nun deutlich über 3 Prozent gestiegenen Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen belastet, was als schlechtes Zeichen für Aktien gewertet wird. Andererseits wurden die Investoren vom neuerlichen Säbelrasseln von Nordkorea im Zusammenhang mit den gemeinsamen Militärübungen der USA mit Südkorea verunsichert. Nordkoreas Machtinhaber Kim Jong Un hat deswegen bereits mit der Absage des geplante Gipfeltreffens mit US-Präsident Trump gedroht. Ein weiterer bremsender Faktor ist die fehlende Klarheit bezüglich der Pläne der neuen italienischen Regierungskoalition.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 10.45 Uhr 0,06 Prozent tiefer bei 8'988,42 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) büsst 0,20 Prozent auf 1'485,54 Punkte ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,13 Prozent auf 10'704,36 Punkte.

Grösste Verlierer unter den Bluechips sind seit Eröffnung Sonova (-2,9%). Belastet wird der Titel von der Meldung über den Zusammenschluss zweier Konkurrenten, nämlich der aus der deutschen Siemens hervorgegangenen Sivantos und der dänischen Widex. Dieser Merger sei klar negativ für alle an der Börse gelisteten Hörgerätehersteller, wegen der starken eigenen Retailkanäle aber insbesondere für Sonova und William Demant, heisst es in einem Kommentar. Das Entstehen einer neuer Nummer Eins im Markt werde den Wettbewerbsdruck erhöhen und die durchschnittlichen Verkaufspreise unter Druck setzen.

Wenig gesucht sind zudem Dufry (-1,1%) und die beiden Grossbanken CS (-1,2%) und UBS (-1,1%). Die Credit Suisse hat eine Partnerschaft mit einem Risikokapital-Fund in Israel angekündigt, was in Marktkreisen allerdings als kaum kursrelevant eingestuft wird.

Dahinter verzeichnen Kühne+Nagel, Partners Group (je -0,6%) oder Julius Bär (-0,8%) bereits etwas moderatere Abgaben.

Im Fokus stehen am nachrichtenarmen Berichtstag Novartis (-0,1%), welche sich im Umfeld des am heutigen Mittwoch stattfindenden Investorentages kaum vom Fleck bewegen. Dieser werde wohl noch eine ganze Reihe an weiteren Neuigkeiten bereithalten, die man erst abwarten wolle, hiess es am Markt.

Im Rampenlicht steht Novartis aber auch im Zusammenhang mit den Diskussionen über die frühere Vereinbarung mit Michael Cohen von Essential Consultants, einem Anwalt von US-Präsident Donald Trump. Diese fordert mit dem Abgang des Chefjuristen Felix Ehrat personelle Konsequenzen.

Besser ergeht es den Genussscheinen von Roche (+0,5%), welche weit vorne in der Tabelle liegen. Roche hat in Taiwan eine weitere Zulassung für das Medikament Alecensa erhalten.

Am meisten nachgefragt werden LafargeHolcim (+0,8%) und Logitech (+0,6%).

Im breiten Markt fallen Huber+Suhner mit einem starken Plus von 5,0 Prozent auf. Baader Helvea hat am Vorabend das Rating für Huber+Suhner auf "Buy" von "Hold" hochgestuft und gleichzeitig das Kursziel auf 70 von 55 Franken deutlich erhöht. Das Unternehmen stehe sowohl hinsichtlich des Wachstums als auch der operativen Marge an einem Wendepunkt, hiess es von den Analysten zur Begründung.

Auffallend sind etwa noch die Avancen in den Finanzwerten Valartis (+6,7%) oder VZ Holding (+5,1%).

cf/tp

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