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Aktien Schweiz: Leicht im Plus - nur wenige Impulse

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07.12.2017 | 12:36

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeigen sich die Indizes sich am Donnerstagmittag leicht im Plus, womit sie die am Mittwochnachmittag begonnene Erholungsbewegung fortsetzen. Insgesamt fehlen derzeit am Markt die Impulse, der Handel "plätschere" bei recht geringen Volumen dahin, sagte ein Händler in Zürich. Die meisten Anleger seien mit der Performance im laufenden Jahr zufrieden und hofften nun darauf, diese in den letzten drei Wochen des Jahres noch mitnehmen zu können.

Die Märkte zeigten sich auch unbeeindruckt von der möglichen Eskalation politischer Krisen, so ein weiterer Kommentator. Ins Zentrum des Interesses rücken nun die am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Am Donnerstagnachmittag stehen mit der Publikation der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA weitere Hinweise dazu an. In der Schweiz ist die Arbeitslosenquote im November laut den neusten Zahlen etwas angestiegen, der saisonbereinigte Wert hat aber abgenommen.

Gegen 12 Uhr notiert der Swiss Market Index (SMI) 0,10% im Plus bei 9'318,93 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt 0,19% auf 1'494,34 Punkte zu, und der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt 0,11% auf 10'675,07 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 22 im Plus und acht im Minus.

Zu den stärksten Bluechip-Werten gehören am Mittag eine Reihe von Finanztiteln, darunter die Versicherungsaktien Swiss Re (+1,1%) und Bâloise (+0,7%) sowie die Titel der Vermögensverwalter Julius Bär (+1,0%) und Partners Group (+0,5%). Partners Group hat vorbörslich bekanntgegeben, seit Anfang Jahr für seine Kunden US-Büroliegenschaften im Wert von über 1 Mrd USD erworben zu haben. Die Grossbankenwerte CS (+0,4%) und UBS (+0,2%) erholen sich von den Abgaben des Vortags.

Im Plus notieren auch die am Vortag noch schwachen Logitech-Titel (+0,6%), die von der jüngsten Erholung der Technologiewerte profitieren dürften. Das UBS-Research hat seine Kaufempfehlung für die Aktien des Computerzubehör-Herstellers bei leicht angehobenem Kursziel bestätigt. Der zuständige Analyst verweist auf eine starke Dynamik im Dezember und billigt dem Unternehmen "gute Perspektiven" für das laufende und das kommende Geschäftsjahr zu.

Aryzta (+0,5%) legen nach den Avancen des Vortages weiter zu. Der angeschlagene Backwarenkonzern hat die am Mittwoch durchgesickerten Gerüchte bestätigt, dass er aus seiner Beteiligung am französischen Tiefkühlproduktehersteller Picard eine Ausschüttung erwarten darf. Für die ZKB handelt es sich aber erst um einen "leicht grösseren Tropfen auf den heissen Stein".

Leicht fester zeigen sich die Aktien des dritten Schwergewichts Nestlé (+0,2% auf 85,95 CHF). Am Mittwoch hatten die Titel des SMI-Schwergewichts mit deutlichen Avancen die Indizes gestützt, wobei sie zeitweise ihr bisheriges Rekordhoch von 86,40 CHF egalisiert hatten.

Bei den Pharmaschwergewichten haben Roche (-0,3%) im Verlauf des Vormittags ins Minus gedreht. Der Pharmakonzern hat am Morgen neue Studiendetails zu einer neuen Lungenkrebs-Kombinationstherapie mit Tecentriq und Avastin sowie Chemotherapie vorgelegt, zudem hat der Basler Konzern weitere Informationen zu seinem Bluter-Medikament Hemlibra präsentiert.

Die bereits am Vortag schwachen Novartis (-0,1%) geben ebenfalls nach. Das Pharmaunternehmen hat nun die Angebotsphase für die rund 3,9 Mrd USD teure Übernahme des auf Nuklearmedizin spezialisierten Unternehmens Advanced Accelerator Applications (AAA) begonnen, wobei eine Andienungsquote von mindestens 80% angestrebt wird. Zudem kündigte Novartis positive Studiendaten zu seinem Krebsmittel Kisqali an.

Am breiten Markt ziehen die Titel des Chipherstellers AMS (+1,4%) an, die ebenfalls vom Rebound der Technologiewerte profitieren dürften. Die Credit Suisse hat zudem die Kaufempfehlung für die Titel bei einem deutlich höheren Kursziel bekräftigt. Am Donnerstag hatten AMS mit einem Minus von 5,9% noch zu den schwächsten Titeln am Markt gehört.

Der Komponentenhersteller Schaffner (Aktie unv.) hat für sein Ende September abgeschlossenes Geschäftsjahr 2016/17 erwartungsgemäss eine Umsatz- und Gewinnzunahme vermeldet, die Analysten der ZKB kritisieren allerdings eine tiefe Profitabilität im zweiten Halbjahr.

tp/ys

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