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Aktien Schweiz: SMI legt dank Schwergewichten zu - Sonova stark unter Druck

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13.11.2017 | 12:40

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt am Montag eine Reaktion auf die schwache Entwicklung der vergangenen Woche und legt zu. Die Gegenbewegung fällt im Leitindex SMI allerdings eher verhalten aus und ist vor allem den fester tendierenden Schwergewichten zuzuschreiben. Während Roche, Nestlé und Novartis deutlich an Wert gewinnen, brechen auf der Gegenseite die Papiere des Hörsystem-Herstellers Sonova nach schwach aufgenommenen Halbjahreszahlen ein. Kurseinbussen verzeichnen desweiteren auch noch Finanztitel.

Am Markt wird die Stimmung mit Blick auf die günstigen Konjunkturaussichten mehrheitlich aber nach wie vor als gut bezeichnet, auch wenn es in der Vorwoche zum Rücksetzer gekommen war. Einige Kommentatoren begründen die Einbussen mit temporären Gewinnmitnahmen und sehen unmittelbar noch keine Gefahr für eine grosse Korrektur. Gleichzeitig warnen andere Beobachter vor zu viel Optimismus. Auf politischer Ebene findet derzeit der Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) auf den Philippinen Beachtung. Wichtige US-Wirtschaftsdaten stehen am Montag derweil keine auf dem Programm.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.55 Uhr 0,35% höher bei 9'166,24 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) ist ins Minus abgerutscht und gibt um 0,15% auf 1'482,02 Punkte nach. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt 0,20% auf 10'504,48 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen zehn im Plus und zwanzig im Minus.

Bei den Blue Chips fällt der Kurseinbruch bei Sonova (-6,4%) auf. Mit dem Resultat für die erste Hälfte des Fiskaljahres 2017/18 weiss der Hörgeräte-Weltmarktführer aus Stäfa nicht zu überzeugen. In Expertenkreisen sorgt neben dem tiefer als erwartet ausgefallenen organischen Umsatzwachstum auch die eher enttäuschende Gewinnentwicklung für Diskussionsstoff. Experten machen vor allem das eher schwache Abschneiden im Schlüsselmarkt USA für die verfehlten Umsatzschätzungen verantwortlich. Die Abgaben werden aber auch mit dem massiven Plus der Aktie im bisherigen Jahresverlauf erklärt.

Zu den grössten Verlierern zählen weiterhin Credit Suisse (-1,5%). Die Grossbank bleibt im Fokus des Hedgefonds-Managers Rudolf Bohli. Dieser soll sich laut Medienberichten mit CS-CEO Tidjane Thiam in erster Linie über zu hohe Kosten und die bessere Nutzung moderner Technologien ausgetauscht haben.

Richemont (-1,0%) setzen die kräftige Abwärtsbewegung nach dem Zahlenausweis vom Freitag fort. Der Luxusgüterhersteller zeigt zwar gute operative Fortschritte und profitiert von der allgemeinen Markterholung. Jedoch sei vieles davon nach der positiven Gewinnwarnung im Oktober bereits im Aktienkurs eingepreist gewesen, heisst es am Markt. Die Gewinnmitnahmen könnten für langfristig ausgerichtete Anleger Einstiegschancen bieten, so ein Händler.

Dufry büssen 0,3% ein. Gegen den Basler Duty-Free-Konzern vollzieht die Bundesanwaltschaft (BA) derzeit ein Rechtshilfeersuchen, welches von der Generalstaatsanwaltschaft Mauritius eingereicht worden ist. Entsprechende Medienberichte vom Wochenende wurden von der BA bestätigt.

Die Liste der Gewinner wird von Nestlé (+1,2%) angeführt. Aber auch Roche (+0,7%) und Novartis (+0,8%) legen kräftig zu. Novartis führt am heutigen Montag einen Investorentag in London durch und präsentiert in diesem Zusammenhang verschiedene Projekte aus der aktuellen Pipeline. Bereits am Wochenende wurden an Kongressen in den USA neue Daten zum Augenmittelkandidaten RTH258 sowie zum Herzmedikament Entresto vorgelegt.

Weitere Kurssteigerungen sind auch noch bei ABB (+0,9%) oder Aryzta (+0,7%) zu sehen.

Im breiten Markt verzeichnen Meyer Burger nach einer Devestition in den USA ein leichtes Minus von 0,6%. Das Unternehmen hat das nicht PV-bezogene Diamantdraht-Produktionsgeschäft der Diamond Materials Tech Inc (DMT) an die Thermocompact Group verkauft, für rund 6 Mio USD.

Huber+Suhner (-0,4%) stehen ebenfalls etwas tiefer, im Gegensatz zu Meyer Burger hat das Unternehmen aber zugekauft. Mit der Akquisition der Inwave Elektronik AG mit Sitz im appenzellischen Reute stärkt das Verbindungstechnik-Unternehmen die Kompetenz im Hochfrequenz-Systemgeschäft.

Eine Ergänzungsakquisition meldete auch Metall Zug. Die Aktie zieht um 0,2% leicht an.

mk/cp

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