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Aktien Schweiz: SMI weiter im Plus - CS legen nach Zahlen zu

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14.02.2018 | 12:36

Zürich (awp) - Die Schweizer Börse notiert am Mittwochmittag weiter im Plus. Der Leitindex SMI startete über der Marke von 8'800 Punkten und konnte zeitweise noch deutlicher zulegen. Aktuell ist er wieder auf das Anfangsniveau zurückgekommen. Nach dem erneuten Rücksetzer vom Vortag wird damit gleichwohl an die Erholungsbewegung vom Wochenanfang angeknüpft. Offenbar habe sich bei den Investoren die Ansicht durchgesetzt, dass es sich bei den Abgaben seit Ende Januar um eine normale Korrektur im Aufwärtstrend handle und nicht um die Vorzeichen eines anhaltenden Abschwungs, sagte ein Händler.

Die Anleger würden jedoch weiter vorsichtig agieren. Insbesondere Anzeichen einer sich beschleunigenden Inflation würden dabei immer auch mit Blick auf die Notenbanken und deren Zinspolitik negativ gewertet. Auf der Gegenseite würden gute Konjunkturdaten weiter die Erwartungen für gute Unternehmenszahlen stützen. Am Morgen meldete die Eurozone einen weiter steigende Industrieproduktion im Dezember, der stärker war als von den Volkswirten erwartet, während der BIP-Anstieg im vierten Quartal mit 2,7% im Rahmen der Erwartungen lag. Am Nachmittag werden die US-Zahlen zu den Konsumentenpreisen und Realeinkommen im Fokus stehen. Zudem werden die Zahlen zum Detailhandel und den Lagerbeständen veröffentlicht.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt bis um 11.50 Uhr 0,75% auf 8'815,64 Punkte hinzu (Tageshoch 8'858). Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt ebenfalls um 0,75% auf 1'445,45 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,74% auf 10'165,08 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren bis auf Clariant und Richemont alle im Plus.

Nach Zahlen gewinnen Credit Suisse mit +2,5% deutlich hinzu. Das operative Geschäft der Grossbank hat die Erwartungen der Analysten erfüllt. Wegen eines Abschreibers für die US-Steuerreform wurde jedoch im vierten Quartal ein Milliardenverlust verbucht. Die Dividende von 25 Rappen fällt klar tiefer aus als die im Vorjahr in bar oder Aktien ausgeteilten 70 Rappen. Der Ausblick ist aufgrund des Verlauf und Tempo der erwarteten Zinsänderungen etwas zurückhaltend. In den marktabhängigen Bereichen habe das Jahr jedoch gut begonnen.

Andere Finanzwerte wie etwa Julius Bär (+1,3%) und Partners Group (+1,0%) zeigen sich ebenfalls stark, während UBS (+0,4%) hinterherhinken. Bei den Assekuranzen legen Bâloise und Zurich (je +0,6%) etwas deutlicher zu.

Clariant (-1,5%) notieren trotz des Erreichens der Prognosen inzwischen klar tiefer. Der Ausblick falle vage aus, wie die Analysten urteilten. Das Umfeld werde nun jedoch insgesamt positiver beurteilt. Der Konzern hat im Vorjahr den Umsatz gesteigert und die Profitabilität leicht erhöht. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit weiterem Wachstum in Lokalwährung und einem höheren EBITDA.

Roche (+1,1%) hat von der FDA für das Medikament MabThera/Rituxan für die Indikation Pemphigus Vulgaris, auch Blasensucht genannt, den Status eines beschleunigten Zulassungsverfahrens erhalten. Novartis (+0,6%) hat bei einem Medikament eine Allianz mit Bill & Melinda Gates Stiftung vereinbart. Das dritte Schwergewichte Nestlé (+0,7%) erholt sich am Tag vor der Zahlenpräsentation ebenfalls.

Die am Vortag schwachen Luxusgüter- und Uhrentitel Swatch (+0,9%) und Richemont (-0,3%) notieren uneinheitlich. Stärkster Blue Chip ist Logitech (+2,6%). Auch Aryzta (+2,3%), Lonza (+1,5%), Swisscom und Schindler (je +1,3%) gewinnen deutlicher hinzu.

Am breiten Markt hat die Valiant Bank (+1,8%) den Gewinn leicht gesteigert und die Dividende angehoben. Temenos notieren nach den Zahlen vom Vorabend mit 0,8% ebenfalls im Plus: Das Unternehmen hat wie erwartet den Umsatz deutlich gesteigert und die Dividende angehoben. Stärkster Wert sind jedoch Zur Rose (+5,6%) nach dem deutlichen Einbruch in der Vorwoche.

Auf der anderen Seite büssen die Papiere von Kudelski (-7,4%) am stärksten ein. Der Konzernumbau und Restrukturierungskosten haben 2017 das Ergebnis stark belastet.

yr/rw

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