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Aktien Schweiz Schluss: SMI mit leichten Gewinnen - Big Pharma bremst

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17.05.2018 | 18:16

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag leicht über dem Vortag geschlossen. Die Stimmung an der Börse war an sich freundlich, allerdings verhinderten die beiden Pharmaschwergewichte eine bessere Performance des Leitindexes SMI. Für eine gewisse Erleichterung der Investoren sorgte, dass bei der Regierungsbildung in Italien Extremforderungen wie ein Schuldenerlass durch die Europäische Zentralbank vom Tisch sein sollen.

Generell kommt der Schweizer Aktienmarkt dieser Tage allerdings kaum vom Fleck. So bewegt sich der SMI seit Ende letzter Woche in einem Band von lediglich 85 Punkten. Es ist daher noch völlig offen, ob der Index ein Wochenplus schafft oder nicht. Händler erklären die aktuelle Lethargie damit, dass nach der langen Erholungsrally die Impulse für weitere Avancen fehlten.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann bis Börsenschluss 0,16 Prozent auf 8'988,33 Punkte und schloss damit auf Tageshoch. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem der Einfluss der Schwergewichte begrenzt ist, zog um 0,36 Prozent auf 1'488,46 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,24 Prozent auf 10'712,36 Zähler an. Von den 30 grössten Titeln schlossen 24 im Plus, fünf im Minus und einer unverändert.

Die grössten Gewinner unter den Blue Chips waren bei Handelsschluss Dufry (+1,3%) und Bâloise (+1,2%), die am Vortag noch zu den grössten Verlierern gezählt hatten. Konkrete News lagen zu diesen Titeln nicht vor.

Avancen von gut 1 Prozent zeigten daneben nur noch Richemont, SGS, Schindler und Clariant. Richemont wird am Freitag den Jahresabschluss 2017/18 vorlegen. Das Marktumfeld habe sich in den vergangenen zwölf Monaten aufgehellt, meinten Analysten. Dies sollte sich ihrer Meinung nach in den Zahlen niederschlagen.

Sonova (+0,9%) machten einen Grossteil der Vortagesverluste wett, als sie wegen einer Fusion in der Hörgerätebranche unter Druck geraten waren.

Etwas erholt zeigten sich auch die Bankenpapiere von Credit Suisse (+0,9%) sowie UBS und Julius Bär (je +0,6%). Diese hatten am Vortag relativ stark unter der "italienischen Grippe" gelitten - also unter den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Regierungsbildung.

Gebremst wurde der Gesamtmarkt in erster Linie vom Schwergewicht Roche (-1,0%). Der Pharmakonzern publizierte neue Studiendaten zu seinem Hoffnungsträger Tecentriq, welche bei Analysten zum Teil schlecht ankamen. Der getestete Medikamentencocktail für Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs sei nicht in allen Bereichen besser als das Konkurrenzprodukt von Merck gewesen, monierten sie.

Auch das zweite Pharmaschwergewicht Novartis (-0,2%) erlitt Verluste. Nach wie vor leidet der Titel laut Marktteilnehmern unter dem Skandal um Zahlungen an das Anwaltsbüro von US-Präsident Donald Trump. Die Erkenntnisse vom Investorentag vom Mittwoch seien daher nebensächlich.

Die mit Abstand grössten Verluste verzeichneten allerdings Aryzta (-1,5%). Konkrete Nachrichten lagen zwar nicht vor. Händler erklärten sich die Einbussen mit Ergebnisängsten im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung sowie mit Spekulationen über eine verwässernde Kapitalerhöhung. Zum Teil war auch von charttechnischen Effekten die Rede.

Abgesehen davon schlossen nur noch Kühne+Nagel (-0,5%) sowie Vifor Pharma (-0,4% oder -0,70 Fr.) im Minus. Vifor wurden allerdings mit einem Dividendenabschlag von 2 Franken je Anteil gehandelt.

Am breiten Markt legten Arbonia nach einer Akquisition in Belgien um 0,7 Prozent zu. Noch deutlich stärker avancierten ohne Nachrichten Gurit (+4,0%) und Sulzer (+2,7%).

Züblin büssten nach der Vorlage der Jahreszahlen 0,4 Prozent ein. Für negativen Gesprächsstoff sorgte am breiten Markt aber vor allem der Börsenneuling Polyphor. Nachdem schon die ersten beiden Handelstage nach dem IPO vom Dienstag wenig berauschend waren, rutschte der Titel am Donnerstag um 5,1 Prozent ab und notiert nun klar unter dem Ausgabepreis. Auch Branchennachbar Idorsia (-6,6%) gehörte nach einem negativen Analystenkommentar zu den grössten Verlierern.

rw/yr

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