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Aktien Schweiz: Weiter knapp im Minus - Treiber fehlen

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20.03.2017 | 12:56

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steht am Montagmittag weiterhin im Minus. Dabei tendierte der SMI die letzten Stunden nur sehr knapp unter dem Schlussstand vom Freitag seitwärts. Nach der Sitzung der amerikanischen Notenbank der Vorwoche und den Wahlen in den Niederlanden sei die Luft für den Moment etwas draussen, hiess es in Börsenkreisen. Nach wie seien die Investoren hin und her gerissen zwischen den Aussichten auf weiter steigende Kurse und den Warnungen vor den Risiken eines stärkeren Rückschlags.

So hat etwa auch die Zürcher Kantonalbank in einem Kommentar festgehalten, dass die Luft an den Aktienmärkten zunehmend dünner werde und die hohe Bewertung keine negativen Überraschungen ertrage. Der G20-Gpfel der Finanzminister vom Wochenende in Deutschland wurde per Saldo als enttäuschend eingestuft und bietet demnach genauso wenig Unterstützung wie es die neutralen Vorgaben aus den USA oder die geschlossenen Aktienmärkte in Japan tun. Am Nachmittag stehen in den USA noch Konjunkturdaten auf dem Programm sowie eine Rede eine Fed-Mitglieds, allerdings wird auch diesen Anlässen eher beschränktes Potential zur Belebung der Marktaktivitäten beigemessen.

Bis um 12.00 Uhr gibt der Swiss Market Index (SMI) 0,10% auf 8'689,43 Punkte nach. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,24% auf 1'377,31 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,04% auf 9'634,18 Punkte. Unter den 30 wichtigsten Titeln überwiegen die Verlierer die Gewinner im Verhältnis von 2 zu 1.

Grösster Verlierer sind mittlerweile Galenica (-1,8%). Diese werden von einer Kurszielreduktion und der Bestätigung des Ratings "Reduce" durch Kepler Cheuvreux gebremst.

Mit CS und UBS (je -1,4%) stehen auch die bereits in der Vorwoche eher schwachen Grossbanken unter Druck. Die UBS hat im Steuerhinterziehungsfall in Frankreich einen Vergleich in Höhe von 1,1 Mrd EUR abgelehnt. Der Fall gelangt somit vor ein Strafgericht, wie die Bank bestätigte. Ausserdem hat die Deutsche Bank am Wochenende Details zur angekündigten Kapitalerhöhung bekanntgegeben.

Auch die PS von Schindler (-1,3% oder -2,60 CHF) stehen klar im Minus, allerdings werden diese am Berichtstag Ex-Dividende von 5 CHF gehandelt und notieren somit eigentlich positiv. Dahinter folgen Dufry (-0,9%), Adecco und Kühne+Nagel (je -0,7%).

Auf der Gegenseite bauen Aryzta (+5,0%) ihre Avancen als Leader noch weiter aus. Allerdings hat der Titel nach der schwachen Vorwoche und vor allem nach dem Absturz im Januar auch beträchtliches Aufholpotential. Berenberg hat für die Aktien des Backwarenherstellers das Rating auf "Buy" von zuvor "Hold" und auch das Kursziel deutlich erhöht. Das neue Kursziel reflektiere den Fokus auf Cash-Generierung und Schuldenabbau unter dem neuen VR-Präsidenten Gary McGann, hiess es dazu.

Ansonsten fallen auf der kurzen Gewinnerliste keine Titel besonders auf. Leicht höher wird mit ABB (+0,4%) ein Industrietitel gehandelt. In einem Interview mit der "FuW" vom Wochenende zeigte sich CEO Ulrich Spiesshofer gewohnt zuversichtlich, aber wenig konkret in Bezug auf den weiteren Geschäftsgang.

Und auch Novartis ziehen mit einem Plus von 0,3% moderat an. Der Pharmakonzern hat am Wochenende neue Studiendaten zum Herzmedikament Entresto publiziert.

Im breiten Markt sind Lifewatch (+4,0%) nach verhaltenem Start markant in die Gewinnzone vorgerückt. Das Unternehmen hatte am Freitagabend seine Geschätszahlen 2016 präsentiert, ebenso wie Pargsa (+0,6%). Die Aktien der Immobiliengesellschaf Hiag (+0,1%) legen ebenfalls nach Zahlen leicht zu.

Calida (+2,6%) werden von der Berufung eines prominenten Verwaltungsrats angeschoben: Das Bekleidungsunternehmen holt sich mit Valentin Chapero den Veraison-Vertreter und damit den zweitgrössten Aktionär ins Gremium. Meyer Burger (+1,3%) erhalten derweil von einem neuen Auftrag aus Asien und Forbo (+2,3%) von Kurszielerhöhungen durch CS und UBS Rückenwind.

cf/uh

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