Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

4-Traders Homepage  >  News  >  Unternehmen  >  Alle News

News : Unternehmen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren

Altkanzler Schröders möglicher Posten bei russischem Ölkonzern sorgt für Kritik

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
13.08.2017 | 16:32

MOSKAU (awp international) - Ein möglicher Posten für Ex-Kanzler Gerhard Schröder im Vorstand des grössten russischen Ölkonzern Rosneft hat für Kritik gesorgt. Der Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer (Grüne) bezeichnete das Verhalten des SPD-Politikers als schamlos. "Er erniedrigt sich endgültig zu einem bezahlten Diener der Politik Putins", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Sonntag. Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrej Melnyk, bezeichnete es als moralisch verwerflich, "dass ein ehemaliger Bundeskanzler und führendes SPD-Mitglied vom Kremlchef instrumentalisiert wird".

Das Engagement wäre ein "absolut falsches Signal", das die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft sowie der Bundesregierung "total untergraben würde", sagte der Botschafter den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Deutschland vermittelt im Konflikt im Osten der Ukraine.

Schröder, der seit Jahren eine freundschaftliche Beziehung mit Kremlchef Wladimir Putin pflegt, könnte Ende September in der Position eines unabhängigen Direktors in den Vorstand des teilstaatlichen Unternehmens gewählt werden. Es gebe insgesamt sieben Kandidaten, darunter auch der 73-Jährige, hiess es in einem Dekret des russischen Regierungschefs Dmitri Medwedew am Freitagabend. Das Dokument wurde auf der Homepage der Regierung veröffentlicht. Auf der Liste stehen auch Energieminister Alexander Nowak sowie Rosneft-Chef Igor Setschin.

Russischen Medienberichten zufolge soll die Wahl am 29. September stattfinden. Zudem soll der Vorstand demnach von neun auf elf Mitglieder vergrössert werden. Schröder ist seit 2005 Vorsitzender des Aktionärsausschusses beim Betreiber der Ostsee-Gas-Pipeline Nord Stream, die durch die Ostsee nach Deutschland führt.

Das Ölunternehmen Rosneft steht nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel der Krim 2014 auf der Sanktionsliste der EU. Die Strafmassnahmen verbieten es, dem Unternehmen mit Sitz in Moskau Spezialtechnik und Dienstleistungen zur Ölförderung zu liefern. Zudem dürfen europäische Banken keine Geldgeschäfte von mehr als 30 Tagen Laufzeit mit Rosneft machen. Rosneft war mit einer Klage gegen die Sanktionen gescheitert. Der Europäische Gerichtshof hatte die Massnahmen ebenfalls für rechtmässig erklärt.

"Sollte es Rosnefts neue Strategie sein, nach dem Scheitern seiner juristischen Mittel gegen die EU-Sanktionen auf Schröders Kontakte zu setzen, um sich der Sanktionen zu entledigen, so wäre dies höchst problematisch und eine Staatsaffäre", sagte Ulrich Delius von der Gesellschaft für Bedrohte Völker.

Im Mai hatte Rosneft-Chef Setschin bekannt gegeben, in den kommenden fünf Jahren rund 600 Millionen Euro in Deutschland zu investieren. Es gehe dabei um die Modernisierung von Raffinerien./thc/DP/das

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Unternehmen"
13:41 Chef von Kaufhof-Eigner geht - HBC wirbt um Vertrauen
13:00 Verdi - Postbank-Mitglieder für unbefristeten Streik in Tarifkonflikt
12:37 Infineon will bei Autochips US-Weltmarktführer NXP überholen
12:37 Air-Berlin-Generalbevollmächtigter dringt auf Transfergesellschaft
11:58 INFINEON TECHNOLOGIES : will bei Autochips US-Weltmarktführer NXP überholen
11:47 US-Regierung warnt vor Hackerangriffen auf Industriekonzerne
11:36 VORSCHAU-Deutsche Bank vor Quartalsbilanz - Der Druck im Kessel steigt
11:23 Henkel schließt weitere Übernahmen in USA nicht aus
11:19 VORSCHAU-Sagt Novartis "Adieu" zur Augenheilsparte Alcon?
10:47 SWISSQUOTE : Roboter übernehmen mehr Aufgaben als Vermögensverwalter
News im Fokus "Unternehmen"
Werbung