Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

4-Traders Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

DAVOS : Die Weltwirtschaft boomt - Was haben die Menschen davon?

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
22.01.2018 | 17:06

DAVOS (dpa-AFX) - Der andauernde Boom der Weltwirtschaft wirft zunehmend die Frage auf, ob auch die einfachen Menschen etwas vom wachsenden Wohlstand haben oder nur die Superreichen. Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums im Schweizerischen Alpenort Davos - dem Mekka der Konzernlenker und Regierungschefs - kam sogar aus den eigenen Reihen Kritik daran, dass Wirtschaftswachstum vielfach noch als Selbstzweck gesehen werde.

"Allzu viele Menschen sind immer noch ausgeschlossen von der Erholung", sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, am Montag in Davos. Nur Minuten zuvor hatte der IWF seine Wachstumsprognose für dieses und das kommende Jahr heraufgeschraubt. "Alle Zeichen deuten auf Wachstum hin", erklärte Lagarde und warnte gleichzeitig vor Selbstzufriedenheit.

Besonders in einem Teil der Entwicklungs- und Schwellenländer käme bei den Menschen nichts von der guten weltwirtschaftlichen Entwicklung an. Ein ähnliches Gefühl hätten die Menschen in vielen Industrienationen, weil ihre Reallöhne nur mäßig gestiegen seien, ergänzte IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld. Er sah darin auch einen Grund für das Erstarken populistischer und nationalistischer Kräfte in den Ländern.

Ins gleiche Horn stieß das Weltwirtschaftsforum selbst in einer am Montag veröffentlichten Studie. Deren Ergebnis: Wirtschaftspolitik setze trotz besorgniserregender sozialer Ungleichheit noch zu sehr auf kurzfristiges Wachstum. Die Bevölkerung erwarte dagegen ein "Nettoergebnis" und das seien "breite, nachhaltige Fortschritte bei den Lebensstandards", sagte der WEF-Verantwortliche Richard Samans.

Gewerkschaften und Hilfsorganisationen hatten zuletzt immer wieder kritisiert, dass das Wachstum zuletzt vor allem den ohnehin schon Reichen zugutegekommen sei.? "?Das Problem ist nicht die Generierung des Vermögens, sondern seine Verteilung"?, sagte Philip Jennings, Chef des Gewerkschafts-Dachverbands UNI Global Union. Jennings sprach von einer "?Krankheit"?, für die eine Heilung gefunden werden müsse.

Zu dem Treffen in Davos werden mehr als 3000 Teilnehmer erwartet, darunter etwa 70 Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Donald Trump, der französische Staatschef Emmanuel Macron sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch Hunderte Vorstandsvorsitzende globaler Konzerne kommen nach Davos. Das WEF will sich dabei als Motor für internationale Zusammenarbeit anbieten. Kritiker werfen dem Treffen dagegen vor, Teil des Problems zu sein.

IWF-Chefin Lagarde forderte von den Verantwortlichen der Welt, jetzt zu handeln, wo es der Wirtschaft gut gehe. Der IWF rechnet in diesem und dem kommenden Jahr mit einem globalen Wirtschaftswachstum von jeweils 3,9 Prozent - das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als zuletzt im Oktober prophezeit und auch mehr als in den Vorjahren.

Der IWF lobte besonders Europa und Asien für ihre Entwicklung. Aber auch große Schwellenländer wie Brasilien und Russland, die zwischenzeitlich strauchelten, seien wieder auf die Beine gekommen. Die Experten schreiben zudem der von US-Präsident Donald Trump forcierten Steuerreform einen stimulierenden Effekt auf die USA und ihre Handelspartner zu, namentlich Kanada und Mexiko.

Für Deutschland erhöhte der IWF seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr gleich um einen halben Prozentpunkt auf 2,3 Prozent. Damit würde die Bundesrepublik kaum schlechter abschneiden als im vergangenen Jahr, für das der IWF auf ein Wachstum von 2,5 Prozent kommt. Auch für 2019 gibt sich der IWF zuversichtlicher als zuletzt.

Jetzt sei die richtige Zeit, Hemmschuhe für das Wirtschaftswachstum zu beseitigen, in Infrastruktur zu investieren und mehr Menschen am Wachstum teilhaben zu lassen, betonte Chefvolkswirt Obstfeld. "Sonst", so warnte er mit Blick auf die schwere Wirtschaft- und Finanzkrise vor zehn Jahren, "wird der nächste Abschwung schneller kommen und schwerer zu bekämpfen sein."/das/bvi/DP/he


© dpa-AFX 2018
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
10:30ITALIEN : Sieht so der Crash des Jahrhunderts aus?
DI
10:19SAUNA : Kommen Sie ins Schwitzen!
DI
07:30Viel Rauch um nichts?
DI
07:00CMC MARKETS ACADEMY : Eine Trading-Idee will richtig umgesetzt werden
DI
05:27Die Schlagzeilen der Sonntagspresse vom Sonntag, 27. Mai 2018
AW
26.05.Warum Dividendenmanager US-Finanzwerte bevorzugen
DI
26.05.CMC MARKETS ACADEMY : Das Antizipieren des Bruches von Widerstand oder Unterstützung
DI
26.05.GNW-NEWS : Virgin pulse gibt branchenführende dsgvo-compliance bekannt
DP
25.05.SENIVITA SOZIAL GGMBH : Jahresabschluss aufgrund von offenen Bewertungsfragen noch nicht festgestellt - Möglicher Abschreibungsbedarf kann zur Aussetzung der Vergütung der Genussscheine für 2017 und möglicher Verlustteilnahme führen - Überschuss in Q1 2018
DP
25.05.RATING : Moody's droht Italien mit Verschlechterung der Kreditwürdigkeit
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"