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Deutsche Anleihen: Kursverluste - anhaltende Entspannung in Italien

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12.06.2018 | 13:00

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Dienstag erneut gefallen. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel bis zum Mittag um 0,23 Prozent auf 159,47 Punkte. Die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit stieg im Gegenzug um 0,02 Punkte auf 0,51 Prozent.

Die anhaltende Entspannung am italienischen Anleihemarkt belastete die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen. Italien platzierte erfolgreich Staatspapiere mit einer Laufzeit von einem Jahr. Die Nachfrage war robust. Der italienische Finanzminister Giovanni Tria hatte sich am Wochenende ausdrücklich zur Mitgliedschaft in der Eurozone bekannt.

Für Zuversicht sorgte auch das Zusammentreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Singapur. Kim ist grundsätzlich zu einer "vollständigen" atomaren Abrüstung bereit, hat sich aber nicht auf einen konkreten Fahrplan festgelegt. Trump stellte Sicherheitsgarantien in Aussicht.

Die enttäuschend ausgefallenen Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stützten die deutschen Anleihen nicht. Der Indikator fiel im Juni auf den niedrigsten Stand seit September 2012. Das Analysehaus Capital Economics verwies auf die begrenzte Aussagekraft des ZEW-Indikators für die konjunkturelle Entwicklung. Auf den ersten Blick deute die Stimmungseintrübung darauf hin, dass sich das deutsche Wachstum merklich abschwäche und sogar eine Rezession denkbar sei. Allerdings sei die Prognosekraft des Indikators für das Wirtschaftswachstum schwach.

In den USA werden am Nachmittag Verbraucherpreisdaten veröffentlicht. Analysten rechnen mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 2,8 Prozent, der allerdings auch durch statistische Effekte getrieben sein dürfte./jsl/bgf/fba


© dpa-AFX 2018
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