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Eingeschränkte Leistungen im Gastgewerbe seit Mindestlohn

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20.03.2017 | 05:47

BERLIN (dpa-AFX) - Tausende Hotels und Restaurants haben einem im Zuge der Mindestlohneinführung 2015 ihre Leistungen eingeschränkt. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in dessen Betrieben. Demnach haben 54,2 Prozent der Unternehmen ihre Öffnungszeiten reduziert. 50,4 Prozent der Betriebe schränkten ihr Leistungsangebot - etwa Küchenzeiten, Speiseauswahl, Veranstaltungen, Mittagstisch oder Catering - ein. Etwa jedes dritte Haus (32,5 Prozent) erhöhte die Zahl seiner Ruhetage.

Der Verband hatte dem Bericht zufolge die Hoteliers und Restaurantbetreiber gefragt, welche Folgen das "starre Arbeitszeitkorsett" seit Januar 2015 habe. Laut Dehoga nahmen 6071 Betriebe an der Online-Umfrage zwischen 23. Januar und 15. März teil, schreibt das Blatt. 64 Prozent der Rückmeldungen seien aus der Gastronomie gekommen, 36 Prozent aus der Hotellerie. Die meisten Antworten habe es aus Baden-Württemberg und Bayern gegeben.

"Die Arbeitszeitdokumentation und die intensiven Kontrollen haben unserer Branche einen enormen bürokratischen Aufwand beschert", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges den Funke-Zeitungen. Sie berichtete von "großem Frust". In der ländlichen Gastronomie würden Umsatzrückgänge beklagt. "Es ist nicht wegzudiskutieren, dass der Mindestlohn die Personalkosten hat steigen lassen", erklärte Hartges./mvk/DP/stk


© dpa-AFX 2017
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