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FDP will nicht auf Deutschen für Draghi-Nachfolge beharren

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12.10.2017 | 15:18
ECB President Draghi arrives to address the EU Parliament's Economic and Monetary Affairs Committee in Brussels

Die FDP besteht ihrem Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff zufolge nicht auf einen Deutschen als Nachfolger für EZB-Präsident Mario Draghi.

"Ich finde die Nationalität des EZB-Präsidenten weniger wichtig als die Politik, die er verfolgt", sagte Lambsdorff am Donnerstag in Berlin. "Das hängt von der Gesamtgemengelage ab, das hängt von den Kandidaten ab." Im Moment stelle sich die Frage aber nicht. "2019 können wir noch einmal darüber reden."

Die Amtszeit des Italieners Draghi bei der Europäischen Zentralbank (EZB) endet im Herbst 2019. Als ein potenzieller Nachfolger wurde in den Medien zuletzt Bundesbank-Chef Jens Weidmann gehandelt. Der Bundesbank steht er seit Mai 2011 vor. Seine Amtszeit läuft dort noch bis 2019.

Der frühere italienische Ministerpräsident Enrico Letta hatte zuletzt gesagt, es wäre ein "Desaster", würde Weidmann auf Draghi folgen. Draghi steht für eine extrem lockere Geldpolitik, die Weidmann wiederholt kritisiert hat. Weidmann selbst hatte im September betont, der neue EZB-Chef sollte unabhängig von seiner Nationalität bestimmt werden. Vertreter der Bundesregierung haben bislang betont, es sei jetzt nicht die Zeit, um über die Besetzung des Postens zu sprechen.

Die FDP beginnt kommende Woche Gespräche mit der Union und den Grünen über eine künftige Regierungs-Koalition.

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