Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

4-Traders Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

Handel : Exportländer Deutschland und China schwächeln

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
08.08.2017 | 12:31

WIESBADEN/PEKING (awp international) - Deutschland und China, die Hauptadressaten der Handelskritik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, haben einen Dämpfer im Aussenhandel hinnehmen müssen. In China, der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt, blieben Ausfuhren und Einfuhren im Juli hinter den Erwartungen zurück. In Deutschland, der viertgrössten Volkswirtschaft der Welt, erhielt der Aussenhandel im Juni einen empfindlichen Dämpfer. Kann Trump sich schon freuen, dass der Warenstrom in die USA und mit ihm die "Ausbeutung" der Vereinigten Staaten abebbt?

Zumindest was China angeht, deuten die Zahlen in die von Trump gewünschte Richtung. Nach Angaben des chinesischen Zolls vom Dienstag stieg der Exportüberschuss Chinas mit den USA im Juli um nur noch rund zwei Prozent auf gut 25 Milliarden Dollar. Das ist im längeren Vergleich ein eher geringer Wert, wobei die Entwicklung von Monat zu Monat teils stark schwankt und mitunter im zweistelligen negativen Prozentbereich liegt. Grundsätzlich bewegt sich der absolute Handelsüberschuss Chinas mit den USA immer noch auf hohem Niveau.

CHINAS HANDEL ENTTÄUSCHT

Die Gesamtentwicklung des chinesischen Aussenhandels, der aufgrund seines hohen Volumens und seiner globalen Reichweite auch als weltweites Konjunkturbarometer betrachtet wird, verlief im Juli leicht enttäuschend. Die Ausfuhren stiegen zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 193,6 Milliarden US-Dollar. Das war weniger stark als im Vormonat (11,3 Prozent) und weniger, als Analysten erwartet hatten (11,0 Prozent). Die Einfuhren, ein Gradmesser für die chinesische Binnenkonjunktur, stiegen in Dollar gerechnet um 11,0 Prozent und damit ebenfalls schwächer als im Vormonat und erwartet.

Der deutsche Aussenhandel musste unterdessen einen herben Dämpfer hinnehmen. Nach einer im bisherigen Jahresverlauf robusten Entwicklung gingen die Ausfuhren im Juni nach Zahlen des Statistischen Bundesamts um 2,8 Prozent zum Vormonat zurück. Das ist der stärkste Rückgang seit August 2015, also seit fast zwei Jahren. Im Jahresvergleich waren vor allem die Ausfuhren in Drittländer, zu denen die USA gehören, rückläufig. Die Einfuhren sanken zum Vormonat um 4,5 Prozent und damit so stark wie seit Anfang 2009 nicht mehr.

SCHWACHER AUSSENHANDEL DEUTSCHLANDS

Bankanalysten zeigten sich vor allem durch die schwachen deutschen Handelsdaten überrascht. Ing-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski sprach von einem "erneuten Rücksetzer", nachdem bereits am Montag Produktionsdaten aus der Industrie enttäuscht hatten. Er geht jedoch nicht davon aus, dass der deutsche Aufschwung seinen Höhepunkt bereits überschritten habe. Vielmehr deuteten starke Stimmungsindikatoren auf eine Fortsetzung hin. In eine ähnliche Richtung deuteten Kommentare zu den chinesischen Handelsdaten. Die Ökonomen der NordLB etwa verwiesen auf die robuste Entwicklung der chinesischen Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte.

TRUMPS FORDERUNG NACH 'FAIREM' HANDEL

Wie sind die Zahlen mit Blick auf Trumps Forderung nach einem "gerechteren" Aussenhandel zu werten? Zunächst fällt eine Bewertung eher schwer, weil es sich lediglich um Daten eines Monats handelt. In China fällt jedoch auf, dass ein Trend in der Entwicklung der vergangenen Monate schwer ersichtlich ist. Der Handelsüberschuss des Landes mit den USA schwankt recht deutlich, bewegt sich aber seit einiger Zeit in einer groben Spanne und mit einzelnen Ausreissern zwischen etwa 20 und 25 Milliarden Dollar. Für Deutschland ist eine analoge Betrachtung noch schwerer, weil detaillierte Länderdaten für den aktuellen Berichtsmonat noch nicht vorliegen.

Trumps Forderung nach einem gerechten Aussenhandel trifft unter Ökonomen meist auf grosse Kritik. Ausgangspunkt der Forderung Trumps ist das grosse und chronische Handelsdefizit der USA, die ständig mehr Waren importieren, als sie selbst exportieren. Aus ökonomischer Sicht stellt dies faktisch einen Konsum auf Kosten (genauer: auf Kredit) des Auslandes dar. Trump sieht darin aber vielmehr eine Benachteiligung seines Landes, weil er die importierten Waren lieber in den USA durch amerikanische Unternehmen und Arbeiter hergestellt sähe. Kritiker wenden unter anderem ein, Trumps Argumente widersprächen der allgemein anerkannten Vorteilhaftigkeit internationaler Arbeitsteilung./bgf/jkr/stb

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
13.12. Union drückt aufs Tempo und will rasche GroKo-Sondierungen
13.12. Fed erhöht Leitzins - Yellen erwartet geldpolitische Kontinuität
13.12. Starker Arbeitsmarkt spricht für weitere US-Zinserhöhungen - Coba
13.12. EU : Ergebnislose Welthandelskonferenz ist 'verpasste Gelegenheit'
13.12. Yellen signalisiert weiter vorsichtige Vorgehensweise bei Zinserhöhungen
13.12. US-NOTENBANKCHEFIN WARNT VOR BITCOIN : 'hoch spekulative Anlageform'
13.12. Union für Sondierung - SPD will am Freitag entscheiden
13.12. GNW-NEWS : Upstream Security erhöht cloudbasierte Cybersicherheit für vernetzte und autonome Fahrzeugflotten mit Series-A-Finanzierung in Höhe von 9 Mio. USD
13.12. US-NOTENBANKCHEFIN YELLEN WARNT VOR BITCOIN : 'hoch spekulativ'
13.12. DEVISEN : Zinsentscheid und Aussagen der US-Notenbank stützen den Euro
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
Werbung