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Merkel und Japans Ministerpräsident wollen für Freihandel kämpfen

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20.03.2017 | 07:50
Leaders gather for the Asia-Europe Meeting (ASEM) summit in Ulaanbaatar

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe haben ein energisches Plädoyer für Freihandel in der Welt abgegeben.

Zur Eröffnung der CEBIT-Messe in Hannover sprachen sich beide am Sonntagabend für einen raschen Abschluss des EU-Japan-Freihandelsabkommens aus. Ohne die neue US-Regierung von Donald Trump namentlich zu erwähnen, setzten sich beide von protektionistischen Tendenzen ab. "In Zeiten, wo wir über freien Handel, offene Grenzen, demokratische Werte mit vielen streiten müssen, ist es ein gutes Zeichen, dass Japan und Deutschland darüber nicht streiten, sondern zum Wohle der Menschen die Zukunft gestalten", betonte Merkel. Deutschland fühle sich diesen Prinzipien auch als G20-Präsidentschaft besonders verpflichtet. Zuvor hatten die USA bei den G20-Finanzministern verhindert, dass sich die wichtigsten Industriestaaten in einer Erklärung für bisher geltende Standards wie Freihandel und Klimaschutz aussprechen konnten.

CEBIT-Gastland Japan wolle zusammen mit Deutschland für mehr Freihandel in der Welt kämpfen, sagte auch Japans Ministerpräsident Abe. "Ich plädiere für einen frühzeitigen Abschluss des Wirtschaftsabkommens mit der EU", sagte er. Beide Länder seien Beispiele dafür, wie man auch ohne Rohstoffe, aber mit Innovationen und Offenheit Wohlstand erreichen könne. Jetzt gelte es, das offene System zu schützen. Sowohl Merkel als auch Abe nahmen eine US-Forderung auf, dass Handel auch "fair" sein müsse. Dies dürfe aber keine Entschuldigung für den Aufbau neuer Barrieren sein, mahnte Merkel. Die neue US-Regierung denkt etwa über neue Steuern auf Importe nach. Die Kanzlerin hatte vergangene Woche auch mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in einem Telefonat eine engere Kooperation für freien Handel und offene Märkte verabredet und diese Position auch bei einem Besuch bei Trump am Freitag vertreten.

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