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OTS: PwC Deutschland / PwC: Neue Basel IV-Regeln zwingen Banken zur ...

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07.12.2017 | 18:34

    PwC: Neue Basel IV-Regeln zwingen Banken zur Überprüfung ihrer
Unternehmensstrategie
   Frankfurt am Main (ots) - Basel IV: Baseler Ausschuss für 
Bankenaufsicht veröffentlicht neue Regelungen zur Berechnung von 
risikogewichteten Aktiva (Risk-Weighted Assets, RWA) / 
Standardisierte Ansätze sind risikosensitiver geworden / Mehr 
Einschränkungen für interne Modelle / Hoher Capital Floor von 72,5 
Prozent / PwC-Experte Martin Neisen: "Trotz einer deutlichen 
Entschärfung der neuen Regelungen im Vergleich zu den Entwürfen, 
müssen einzelne europäische und deutsche Banken mit einer deutlichen 
Erhöhung der RWA von 10-15% rechnen."

   Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat das überarbeitete 
Rahmenwerk zur Berechnung von risikogewichteten Aktiva und Capital 
Floors vorgestellt. Die standardisierten Ansätze sind 
risikosensitiver geworden, während die Verwendung interner Modelle 
mehr Einschränkungen unterliegt. Zusammen mit bereits im letzten Jahr
beschlossenen Regeländerungen beziehen sich die Änderungen bei der 
RWA-Berechnung auf alle Risikoarten der Säule 1 und betreffen somit 
sämtliche Banken - unabhängig von ihrer Größe, ihrem Geschäftsmodell

und der Verwendung standardisierter oder fortgeschrittener Ansätze 
für die aufsichtsrechtliche Eigenkapitalberechnung. Eines der 
kontroversesten diskutierten Elemente des Reformpakets ist die 
Einführung eines hohen Capital Floors von 72,5% bei internen 
RWA-Modellen.

   Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht verfolgt gleich mehrere 
Ziele mit den neuen Regeln. Zum einen soll das Vertrauen in 
sogenannte interne Modelle erhöht werden, zum anderen werden 
insbesondere die Standardverfahren deutlich risikosensitiver und so 
angepasst, dass den Veränderungen der Kapital- und Kreditmärkte der 
letzten Jahre Rechnung getragen wird. Bei den sogenannten 
Operationellen Risiken dürfen keine interne Modelle mehr verwendet 
werden und es wird ein einheitlicher Standard für alle Banken 
eingeführt. Eine Einigung bei der Überarbeitung der Regeln für 
Kredite an Staaten konnte nicht erzielt werden.

   Auswirkungen auf Unternehmensstrategie und Geschäftsmodelle der 
Banken

   Obwohl die finalen Regelungen im Vergleich zu den ursprünglichen 
Entwürfen stark entschärft wurden, müssen insbesondere einige 
europäische und auch deutsche Institute mit deutlichen Erhöhungen 
ihrer RWA und somit mit niedrigeren Kapitalquoten rechnen. Die 
Änderungen wirken sich jedoch sehr individuell aus. Während einige 
Institute mit einer Erhöhung von bis zu 10-15% rechnen müssen, 
profitieren andere Banken sogar von den Neuerungen. Das tatsächliche 
Ausmaß hängt stark von den bestehenden Geschäftsmodellen ab und von 
der Frage, inwieweit interne Modelle zur Messung der Risiken in der 
Vergangenheit herangezogen wurden.

   "Die geplanten Änderungen werden dazu führen, dass die Banken die 
Eigenkapitalanforderungen in ihren Geschäftsbereichen überprüfen und 
gegebenenfalls ihre Produkt- und Preisgestaltung anpassen müssen. Das
überarbeitete Rahmenwerk wird sich daher auf die 
Unternehmensstrategie und die Geschäftsmodelle der Banken auswirken. 
Der Baseler Ausschuss rechnet mit einer gewissen Kapitalumverteilung 
im Finanzsystem", sagt Martin Neisen, Global Basel IV Leader und 
Partner bei PwC Deutschland. "Im Fokus der größeren Banken dürften 
die festgelegten Capital Floors stehen. Einige Banken werden vor 
allem darüber nachdenken müssen, wie sie ihre Infrastruktur und die 
verwendeten Technologien verbessern können, um die Menge der Daten 
und deren Granularität bewältigen zu können. Diese sind angesichts 
der nun komplexeren standardisierten Ansätze gestiegen."

   Banken sollten trotz langer Fristen jetzt handeln

   Das Reformpaket wird ab 2020 stufenweise bis 2027 eingeführt. Auch
der bereits 2016 verabschiedete neue Standard für Marktpreisrisiken 
wird auf 2022 verschoben, so dass alle Neuerungen in einem "Big Bang"
eingeführt werden. Dies ermöglicht es den Banken, die 
Kapitalauswirkungen, die aus den neuen Anforderungen entstehen, 
besser steuern und bewältigen zu können. Zudem sind die nationalen 
und europäischen Gesetzgeber gefragt, um das Basel IV-Paket in 
nationales bzw. europäisches Recht zu überführen und entsprechende 
Umsetzungsfristen festzulegen.

   Die neuen Regeln werden auch auf andere Unternehmen der 
Finanzbranche Auswirkungen haben. Erhöhen sich die Kapitalkosten für 
einzelne Geschäfte bei den Banken, wird sich dies in den Zinsen und 
Provisionen widerspiegeln. Konkurrenten der Banken wie zum Beispiel 
Versicherungen, Hedgefonds oder FinTechs stehen bereits in den 
Startlöchern um Geschäfte zu übernehmen, die aufgrund der neuen 
Regeln für Banken unattraktiv werden.

   "Auch wenn der Zeitpunkt für die Umsetzung des Reformpakets 
scheinbar noch in weiter Ferne liegt, müssen alle Banken jetzt 
handeln", sagt Martin Neisen. "Mit der Entscheidung des Baseler 
Komitees hat die Bankenbranche nun endlich Klarheit bekommen. Aber es
ist offensichtlich, dass die Banken viel Zeit, Aufwand und 
beträchtliche Ressourcen benötigen werden, um die Auswirkungen der 
Reformen zu verstehen, umzusetzen und zu bewältigen."

   Angesichts des Ausmaßes der Änderungen werden die heute 
veröffentlichten Reformen zusammen mit den vorangegangenen 
Veröffentlichungen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die 
neben einer Änderung der Berechnung der risikogewichteten Aktiva 
(RWAs) auch den im Januar 2016 veröffentlichten überarbeiteten 
Markrisikorahmen umfassen, gemeinhin als "Basel IV" bezeichnet.

OTS:              PwC Deutschland
newsroom:         http://www.presseportal.de/nr/8664
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt:
Attila Rosenbaum 
PwC Communications
Tel.: (0211) 981 - 5374
E-Mail: attila.rosenbaum@pwc.com

Über PwC:
PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen 
aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 236.000 
Mitarbeiter in 158 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, 
branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen 
Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine 
oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. 
Weitere Details unter www.pwc.com/structure.






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