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Raiffeisen soll an Doris Leuthard als VR-Präsidentin interessiert sein

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19.02.2018 | 09:29

Zürich (awp) - Bundesrätin Doris Leuthard soll im Gespräch für das Verwaltungsratspräsidium der Raiffeisen Schweiz stehen. Dies hätten Recherchen aus Verwaltungsrats-Kreisen ergeben, schreibt die "Aargauer Zeitung" (Ausgabe vom 19. Februar). Eine Sprecherin von Raiffeisen wollte die Gerüchte gegenüber den Medien nicht kommentieren.

Bundesrätin Leuthard hatte Mitte 2017 bekannt gegeben, dass sie sich am Ende ihrer letzten Legislatur befinde; die derzeitig Legislatur läuft noch bis 2019. Seit dem wird darüber spekuliert, wohin es die Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) nach dem Ende ihres Bundesratsamtes hinziehe könnte. Gehandelt wurde sie in der Gerüchteküche schon einmal als Nachfolgerin von Klaus Schwab beim WEF.

Nun soll es gemäss der Zeitung also das Präsidium im Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz sein, das derzeit von Johannes Rüegg-Stürm ausgeübt wird. Dieser steht unter Druck seit die Finanzmarktaufsicht (Finma) im Zusammenhang mit dem möglichen Interessenskonflikten des früheren CEO Pierin Vincenz ein Verfahren gegen die Genossenschaftsbank eingeleitet hat. Vor diesem Hintergrund wird sein baldiger Abgang erwartet.

Vor kurzem hatte der "Blick" geschrieben, das Leuthard nach der "No-Billag"-Abstimmung im April zurücktreten könnte. Dann wäre die studierte Juristin frei für das Amt der Verwaltungsratspräsidentin bei Raiffeisen. Zwar verfügt die ausgebildete Juristin über kein bankfachliches Know-how. Doch auch der aktuelle Präsident und sein Vorgänger Franz Marty kamen nicht aus der Bankenbranche. Rüegg-Stürm ist Professor für Organisationslehre an der Universität St. Gallen. Marty war der Schwyzer Finanzpolitiker und früherer SNB-Bankrat.

sig/cf

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