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Unternehmenszusammenschlüsse: Kommission genehmigt Erwerb von LM Wind Power Holding durch General Electric Company

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20.03.2017 | 22:17

Brüssel, 20. März 2017

Die Europäische Kommission hat den Erwerb von LM Wind Power (Dänemark) durch General Electric Company (USA) nach der EU-Fusionskontrollverordnung ohne Auflagen genehmigt. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass das neue Unternehmen weiterhin einem wirksamen Wettbewerb in Europa ausgesetzt ist.

General Electric stellt On- und Offshore-Windturbinen her. LM Wind Power entwirft und produziert Rotorblätter, die an General Electric und seine Wettbewerber als Bestandteil für die Windturbinen verkauft werden. Die Untersuchung der Kommission konzentrierte sich auf die Auswirkungen der Transaktion sowohl auf den vorgelagerten Markt für die Produktion und Lieferung von Rotorblättern für Windturbinen als auch auf die nachgelagerten Märkte für die Produktion und Lieferung von Rotorblättern für Windturbinen.

General Electric verfügt über einen relativ kleinen Marktanteil sowohl bei den On- als auch bei den Offshore-Windturbinen. Auch wenn LM Wind Power einen erheblichen Marktanteil hat, hat sich seine Marktposition in den letzten Jahren abgeschwächt. Dabei ist auch die interne Produktion von Rotorblättern zu berücksichtigen.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Marktuntersuchung kam die Kommission zu dem Schluss, dass Wettbewerbsbedenken nach dem Zusammenschluss aus folgenden Gründen kaum gegeben sein dürften:

  • GE dürfte nicht in der Lage sein, den vorgelagerten Markt erheblich zu beeinflussen. Dies gilt insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass konkurrierende Rotorhersteller weiterhin Zugang zu anderen Windturbinenherstellern als GE hätten.
  • Was die nachgelagerten Märkte angeht, so würde sich GE weiterhin einem erheblichen Wettbewerb von Seiten anderer wichtiger Turbinenhersteller, wie Siemens, (MHI) Vestas, Nordex und Senvion gegenüber sehen, die entweder ihre Rotorblätter intern herstellen und/oder von LM Wind Power im Hinblick auf Lieferungen unabhängig sind.

Die Kommission kam folglich zu dem Schluss, dass der vorgeschlagene Erwerb nicht zu einer erheblichen Minderung des Wettbewerbs im EU-Binnenmarkt führen dürfte.

Unternehmen und Produkte

Bei General Electric handelt es sich um ein weltweit tätiges Verarbeitungs-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, das aus einer Reihe von Unternehmenseinheiten besteht. Die Unternehmenseinheit GE Renewable Energy stellt Windturbinen für die On- und Offshore-Nutzung weltweit her. Darüber hinaus erbringt sie Instandhaltungsdienstleistungen, vor allem für von ihr selbst errichtete Windparks.

LM Wind Power ist auf dem Gebiet des Entwurfs, des Tests, der Herstellung und der Lieferung von Rotorblättern für Windturbinen sowohl innerhalb des EWR als auch weltweit tätig.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Der Zusammenschluss wurde am 13. Februar 2017 bei der Kommission angemeldet.

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie das Vorhaben im Vorprüfverfahren (Phase I) genehmigt oder ein eingehendes Prüfverfahren (Phase II) einleitet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GD Wettbewerb im öffentlich zugänglichen Register unter der Nummer M.8283.

Europäischen Union veröffentlichte diesen Inhalt am 20 März 2017 und ist allein verantwortlich für die darin enthaltenen Informationen.
Unverändert und nicht überarbeitet weiter verbreitet am 20 März 2017 21:17:05 UTC.

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