Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmeldung
Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

4-Traders Homepage  >  News  >  Business Leaders  >  Alle Artikel

Business Leaders

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeNews im FokusMeistgelesene NewsBusiness LeadersTermine 
ÜbersichtAlle ArtikelMeistgelesene ArtikelBusiness Leaders Biografien 
Geburtstag : 17.04.1937
Geburtsort : Vienne - Österreich

Piech sagt Volkswagen endgültig Servus

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
17.03.2017 | 17:58

- von Irene Preisinger

Der 79-jährige Firmenpatriarch, der den Autokonzern groß gemacht hat, möchte seine Anteile am VW-Hauptaktionär Porsche SE loswerden und so die letzten Bande kappen. Wie die Holding am Freitag in Stuttgart mitteilte, verhandelt Ferdinand Piech darüber mit den VW-Eigentümerfamilien Porsche und Piech. "Ob es zu den vorgenannten Veränderungen der Aktionärsstruktur der Porsche Automobil Holding SE kommt, ist aktuell nicht abzusehen."

VW lehnte eine Stellungnahme ab. Piech war nicht zu erreichen. Der österreichische Ingenieur, Enkel des "Käfer"-Konstrukteurs Ferdinand Porsche und Ikone der Autoindustrie, besitzt über Stiftungen 14,7 Prozent der Stammaktien der Porsche SE; diese Holding wiederum hält gut 52 Prozent an Volkswagen und gilt als eigentliches Machtzentrum des weltgrößten Autokonzerns. Im zwölfköpfigen Aufsichtsrat sitzen alle wichtigen Familienvertreter, an der Spitze Wolfgang Porsche, Ferdinand Piechs Cousin.

FAMILIEN HABEN VORKAUFSRECHT

Dem "Spiegel" zufolge, der zuvor über die Verkaufspläne des Ex-Patriarchen berichtet hatte, ist der Anteil Piechs gut eine Milliarde Euro wert. Die Familien haben ein Vorkaufsrecht. Sie hätten großes Interesse an der Übernahme, weil sie verhindern wollten, dass ein familienfremder Investor einsteige, berichtete das Magazin. Früheren Insiderangaben zufolge brächte der Verkauf von Piechs Anteilen für die Familie selbst dann keine Probleme, wenn ein externer Käufer auf den Plan träte - die Familien hätten über die Mehrheit an der Porsche SE trotzdem noch das Sagen. Ferdinand Piechs älterer Bruder Ernst, der vor mehr als 30 Jahren ausgestiegen war, hatte allerdings mit dem Versuch, seine Anteile an einen externen Investor abzugeben, die Familie gegen sich aufgebracht. Sie kaufte ihm schließlich die Anteile ab.

Piech gilt Insidern zufolge seit seinem spektakulären Abgang als VW-Aufsichtsratschef 2015 als isoliert in der Familie. Am vergangenen Wochenende wurde in Medienberichten spekuliert, die Familien wollten ihm sein letztes Aufsichtsratsmandat bei der Porsche SE entziehen und ihn im Zuge einer Umstrukturierung des Gremiums entmachten. Die endgültige Entscheidung sollte im Laufe der nächsten Wochen im Aufsichtsrat fallen, das komplette Gremium soll bei der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart neu gewählt werden.

Piech hatte die Krisenphase bei VW im April 2015 mit der Bemerkung losgetreten, er sei auf Distanz zu Martin Winterkorn, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden des Autobauers. Völlig überraschend erlitt der Machtmensch, der den Konzern über zwei Jahrzehnte als technikversierter Vorstands- und Aufsichtsratschef geprägt und dabei mehrere Manager abserviert hatte, eine krachende Niederlage: Winterkorn blieb, Piech ging. In der Folge legte er auch andere Ämter in dem 12-Marken-Imperium nieder.

Doch im September 2015 kam der Dieselskandal in den USA ans Licht - und Winterkorn musste seinen Hut nehmen, weil Millionen Fahrzeuge weltweit mit Schummel-Software ausgerüstet worden waren. Es folgten Managerwechsel, Milliardenstrafen, Ermittlungen, Rechtsstreitigkeiten und vieles mehr, was dem Konzern seither regelmäßig negative Schlagzeilen beschert. Piech und VW tragen ihren Streit über die Abgasaffäre inzwischen lautstark in der Öffentlichkeit aus: Der Ex-Patriarch hatte VW-Aufsichtsräten vorgeworfen, deutlich früher vom Abgasskandal Kenntnis gehabt zu haben. Die Betroffenen wiesen dies zurück.

Zu Beginn dieser Woche erklärte Volkswagen den Dieselskandal für beendet und betonte, sich zu einem führenden Anbieter von Elektromobilität wandeln zu wollen. Einen Tag später holte die Affäre den Konzern mit voller Wucht wieder ein: Am Mittwoch rückte eine Hundertschaft Ermittler bei der Tochter Audi zur Razzia an - just zur Bilanzpressekonferenz.

Unternehmen in diesem Artikel : Volkswagen AG, Porsche Automobil Holding SE
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle Nachrichten zu Ferdinand Piëch 
14.04. FERDINAND PIËCH : Ferdinand Piechs 80. Geburtstag ist ein Jubeltag ohne Feierstimmung
13.04. FERDINAND PIËCH : Wie die Zukunft von Volkswagen aussehen könnte
12.04. FERDINAND PIËCH : Piech gibt Volkswagen zum Abschied einen Ratschlag
29.03. FERDINAND PIËCH : VW-Eignerfamilien vertagen Entscheidung über Piech-Nachfolge
21.03.FERDINAND PIËCH : Wie ist der Ausstieg von Piëch zu werten?
17.03. FERDINAND PIËCH : Piech sagt Volkswagen endgültig Servus
12.03. FERDINAND PIËCH : BamS- Porsche-Eigentümerfamilien wollen Piech raus aus Aufsichtsrat
03.03. FERDINAND PIËCH : Stadler verwaltet nicht länger Ferdinand Piechs Vermögen
12.02. FERDINAND PIËCH : Piech will nicht vor Untersuchungsausschuss des Bundestags
09.02. FERDINAND PIËCH : VW wehrt sich gegen Vorwürfe von Piech
05.02. FERDINAND PIËCH : VW-Aufsichtsrat - VW könnte Schadenersatz von Piech fordern
03.02. FERDINAND PIËCH : "Spiegel"- Piech bezichtigt Winterkorn im Dieselskandal
2016 FERDINAND PIËCH : Familienvertreter bei VW grenzen sich von Ferdinand Piech ab
2016 FERDINAND PIËCH : Insider - Porsches und Piechs beraten über VW-Dividende
2013 FERDINAND PIËCH : Württembergische Lebensversicherung veräußert Calwer Passage
1  2  3  4  5  6  7  8  9  10Weiter

Werbung
Meistgelesene News 
19.05. MASAYOSHI SON : 4X report
18.05. ANSHU JAIN : Deutsche Bank fordert Geld von Ex-Vorständen
19.05. HASSO PLATTNER : Hasso Plattner auf der SAPPHIRE NOW
22.05. MARK FIELDS : Ford tauscht Vorstandschef aus - Fields geht in Ruhestand
23.05. CARLO MESSINA : Morning Briefing - International
23.05. BERNARD ARNAULT : Luxushersteller Christian Dior will sich von Arnault und LVMH kaufen lassen
23.05. WARREN BUFFETT : 18. jährliche eBay-Wohltätigkeitsauktion von GLIDE für Power Lunch mit Warren Buffett läuft vom 4. bis 9. Juni
Mehr News

Bekannte Business Leaders 
William Ackman Bernard Arnault Max Azria Mary Barra Jeff Bezos Lloyd Blankfein Yannick Bolloré Thomas Buess Warren Buffett Gary Cohn Michael Dell Ralph Dommermuth David Einhorn Klaus Engel Mark Fields Laurence Fink Carlos Ghosn Peter Hancock David Henry Carl Icahn Robert Iger Arnaud Lagardère Jack Ma Sergio Marchionne Marissa Mayer Leslie Moonves Oscar Munoz Rupert Murdoch Elon Musk Peter Nicholas Ferdinand Piëch Georges Plassat Hasso Plattner Wolfgang Porsche Giuseppe Recchi Wolfgang Reitzle Urs Rohner Kasper Rorsted Wilbur Ross Charles Schwab George Soros Rupert Stadler Bernard Tapie Johannes Teyssen Tidjane Thiam Axel Weber Thomas Wilson Dieter Zetsche Mark Zuckerberg
A-Z Business Leaders